Hackathons sind eine Art „Tüftler-Workshop“

Hackathon

Der Begriff „Hackathon“ ist eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“, wobei „Hack“ nicht etwa für kriminelles Hacken steht, sondern vielmehr für das Lösen technischer Probleme.

Unternehmen sind immer auf der Suche nach neuen Ideen, die sich gewinnbringend vermarkten lassen. Um diese Ideenfindung zu forcieren, veranstalten viele Firmen mittlerweile sogenannte Hackathons. Dieser neumodische Begriff lässt sich vielleicht am besten mit „Tüftler-Workshops“ übersetzen, an denen hauptsächlich Programmierer und andere Kreative teilnehmen. In vielen Fällen sind die dort entwickelten Gedanken so stark, dass auf ihrer Basis ein neues Startup entsteht. Für ein etabliertes Unternehmen bietet ein Hackathon aber auch immer die Chance, Technik-Talente aufzuspüren und durch die Vielfalt der Teilnehmer neue Impulse für das eigene Geschäft zu bekommen.

Auch interessant: Startup-Ideen – vier Bereiche mit großem Potenzial

Ursprünglich fanden sich zu Hackathons ausschließlich Software- und Hardwareentwickler zusammen, die über die Dauer des Workshops an neuen Programmen arbeiteten. Doch mittlerweile finden Hackathons branchenübergreifend statt und werden von Mitarbeitern verschiedenster Abteilungen besucht. Die Workshops haben jedoch meist ein spezifisches Thema und sind überwiegend technologiebezogen.

Hackathons lohnen sich sowohl für IT-Talente als auch für Unternehmen. (© 2018 Shutterstock / Profit_Image)

So läuft ein Hackathon ab

Es gibt keine starren Grundregeln für den Ablauf eines Hackathons. Einige Bestandteile haben sich allerdings durchgesetzt. Neben einem Titel, der die Themenschwerpunkte umreißen soll, muss im Vorwege die Dauer festgelegt werden sowie eine Mindest- und Maximalzahl an Teilnehmern. Etabliert haben sich 24 bis 72 Stunden und eine Teilnehmerzahl zwischen 40 und 100 Personen.

Für Schlafplätze muss ebenso gesorgt werden wie für Verpflegung. Die Atmosphäre sollte offen, locker und entspannt sein – denn schließlich handelt es sich um eine Freizeitveranstaltung, für deren Teilnahme zunächst geworben werden muss. Dafür kommen sowohl eigene Mitarbeiter als auch externe Fachkräfte infrage. Eine Teilnahmegebühr wird in der Regel nicht verlangt, dafür ist eine attraktive Preisverleihung üblich, bei der die besten Ideen von einer Jury prämiert werden.

Auch interessant: Studie – Telekom wichtigster Partner für Startups

Telekom fördert Startups

Über TechBoost hilft die Telekom Startups unter anderem mit einem Jahresguthaben von 100.000 Euro für die Open Telekom Cloud. Dazu unterstützt sie beim Aufbau von Vertrieb und Marketing sowie der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen.

>> TechBoost: Hier informieren

Zunächst haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Ideen vorzustellen, wobei nicht jede Person zwingend mit einer Erleuchtung im Gepäck beim Hackathon auftauchen muss. Im Anschluss finden sich die Teilnehmer in Gruppen von etwa drei bis sieben Personen zusammen und nutzen die vorgegebene Zeit, um an den Ideen zu feilen und idealerweise sogar Prototypen von Produkten, Softwarecodes oder ähnliches zu entwickeln. Abschließend werden die einzelnen Projekte dann oft noch vor allen Teilnehmern präsentiert. Es kann sich um einen kooperativen Hackathon handeln oder einen mit Wettbewerbscharakter, wo die Präsentation am Ende einem Pitch ähnelt.

In Gruppenarbeit entwickeln die Teilnehmer Konzepte weiter – bis hin zu Prototypen. (© 2018 Shutterstock / nd3000)

Vorteile von Hackathons für Unternehmen im Überblick

Einen Hackathon zu organisieren, kann sich aus verschiedenen Gründen für Firmen lohnen – und zwar nicht nur für Großkonzerne, sondern auch für KMU:

  • Hackathons fördern Innovationen und innovative Gedanken. Damit haben sie das Potenzial, die digitale Transformation in den Unternehmen voranzutreiben.
  • Teilnehmer unterschiedlichster Nationalitäten und Bereiche treffen aufeinander, was im Alltag vielleicht nie geschehen wäre. Dieser Wissensaustausch kann für Unternehmen nur förderlich sein.
  • Interne Mitarbeiter können auf Hackathons bisher verborgene Talente zeigen, die dem Unternehmen dann auch im Alltag von Nutzen sind.
  • Ein externes Teilnehmerfeld bringt neue Sichtweisen und Ideen ein, die das vorgegebene Thema aus völlig anderen Blickwinkeln angeht.
  • Hackathons eignen sich hervorragend als Nährboden für das Recruiting, vor allem von begehrten IT-Fachkräften. Diese zeigen anhand des konkreten Projektes gleich ihre Fähigkeiten.
  • Hackathons gelten als modern und innovativ und tragen insofern zur Markenpflege bei. Das veranstaltende Unternehmen kann mit der Ausschreibung auf ein gewisses Echo in Presse und sozialen Netzwerken hoffen.