Das große Wagnis – vom Startup zum Unternehmen

Startups haben es von Anfang an schwerer. Jedenfalls im Vergleich zu traditionellen Unternehmen. Die gehen bei ihrer Gründung zwar auch Risiken ein, agieren aber wenigstens in etablierten Märkten mit bekannten Rahmenbedingungen und Spielregeln. Das ist zwar noch längst keine Erfolgsgarantie, aber immerhin wissen diese Unternehmen häufig, worauf sie sich mit einer Neugründung einlassen.

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Bei einem Startup sieht das anders aus. Als Kind der digitalen Revolution profitiert es vom Wandel und treibt ihn sogar voran. Doch ist es zu Beginn oft eher eine visionäre Ideenschmiede als ein funktionales Unternehmen mit Stehvermögen. Auf dem Weg dorthin warten viele Stolpersteine, die im Alleingang nur schwer zu überwinden sind. In der Regel liegt das an mangelnder Erfahrung in vielerlei Hinsicht. Deshalb ist es im Zweifel ratsam, eine Unternehmensberatung für Gründer zu engagieren. Mittlerweile gibt es dafür sogar spezialisierte Agenturen. Ihr Metier nennt sich Startup Consulting.

Darum scheitern Startups

Der Schwerpunkt aufstrebender Startups liegt häufig im kreativen Bereich. Sie verfügen über eine innovative Geschäftsidee, die sie meistens in kleinen Teams entwickeln. Während sie darin stark sind, zeigen Sie in anderen Bereichen oft Schwächen. Welche das sind, hat der Daten-Dienstleister CB Insights untersucht. Hier sind die fünf häufigsten Gründe, die zum Scheitern von Startups führen:

  • keine Nachfrage (42 Prozent)
  • Geldknappheit (29 Prozent)
  • falsche Personalzusammensetzung (23 Prozent)
  • von der Konkurrenz überholt (19 Prozent)
  • unpassende Preis-Kostenrelation 18 Prozent)

Diese kurze Übersicht zeigt klipp und klar, woran es meistens mangelt: betriebswirtschaftliches Grundwissen. Hier will Startup Consulting Aufbauarbeit leisten.

Das kann Startup-Consulting

Eine gute Unternehmensberatung für Startups kennt die Bedürfnisse und Probleme junger Gründer ganz genau. Im Gegensatz zu anderen Arten von Förderern wie Business Angels kümmert sie sich nicht nur um die Anschubfinanzierung, sondern begleitet ihre Schützlinge von der Startphase über die Etablierung ihres Unternehmens bis hin zu dessen möglichem (gewinnbringenden) Verkauf.

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Die strategische Unternehmensberatung von Startups umfasst im Idealfall:

  • Rechtliche Beratung. Hier geht es unter anderem um die geeignete Geschäftsform (GmbH, UG und dergleichen), aber auch um AGB und eventuelle Kooperationen sowie Personalfragen, Arbeitsrecht und Vergütungsstrukturen.
  • Finanzielle Beratung. Im Mittelpunkt steht die passende Kapitalbeschaffung, also beispielsweise Inkubatoren, Venture Capital oder Crowd Investing.
  • Buchhalterische Beratung. Themen sind etwa Steuerung, Bilanzen oder Offenlegungspflichten.
  • Steuerliche Beratung. Unterstützung gibt es in Sachen Rechtsform, steuerliche Fragen bei der Unternehmensgründung, Umsatzsteuer, Lohnsteuer oder Scheinselbstständigkeit beziehungsweise Freelancer.
  • Expansionsberatung. In dieser Hinsicht spielen steuerliche Themen der Unternehmensstruktur eine Rolle, die Gründung von Betriebsstätten und Tochtergesellschaften sowie die Finanzierung von Tätigkeiten im Ausland.
  • Bewertung des Unternehmens. Stichworte sind zum Beispiel besondere Eigenschaften von Startups, Venture Capital-Bewertung, die DCF-Bewertungsmethode und der optimale Unternehmensverkauf.
Mit dem passenden Startup Consulting gelingt auch unerfahrenen Gründern der Start und Betrieb eines Unternehmens. Mit dem passenden Startup Consulting gelingt auch unerfahrenen Gründern der Start und Betrieb eines Unternehmens. (© 2018 Shutterstock / Gorodenkoff)

Das richtige Startup Consulting finden

Der Markt für Startup Consulting ist noch neu und unübersichtlich. Nicht nur traditionelle Unternehmensberatungen bieten hier ihre Dienste an, sondern auch Anwälte diverser Fachrichtungen, Steuerberater oder verschiedene Arten von Coaches. Das macht die Auswahl eines geeigneten Partners nicht gerade leicht. Merke: Unternehmensberater ist weder ein Ausbildungsberuf noch ein Studiengang.

Zu den (im wahrsten Sinne des Wortes) nahe liegenden Anlaufstellen gehören die Industrie- und Handelskammern (IHK). Sie verfügen über ein flächendeckendes Netz von Gründungsberatern und entsprechenden Services. Deren Qualität ist allerdings nicht auf durchweg gleich gutem Niveau. Der Grund: Die Berater sind bei der IHK angestellt und müssen für ihr Einkommen nicht zwangsläufig eine hohe Beratungsqualität abliefern. Ähnlich sieht die Situation bei den Handwerkskammern aus. Woran also lässt sich gutes Start Consulting erkennen?

  • Der Berater sollte bei einem ersten persönlichen Gespräch beziehungsweise Telefonat versiert und kompetent wirken. Warnzeichen sind unsicheres Auftreten, vollmundige Versprechen und Erfolgsgarantien sowie Drängen auf einen schnellen Vertragsabschluss.
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) unterhält eine eigene Beraterbörse. Wer dort registriert ist und eine Referenz-ID vorweist, gilt in der Regel als seriös. Das gilt ebenso für einen entsprechenden Service des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
  • Da Unternehmensberatung beziehungsweise Startup Consulting keine Ausbildungsberufe sind, sollte der Anbieter über gute Referenzen verfügen.

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Das umfassende Engagement von Startup Consulting zahlt sich nicht nur für die Gründer aus.  So verlangen manche Unternehmensberatungen zwar anfangs vergleichsweise geringe Prämien, doch falls der Laden läuft, steigen die Raten an und bewegen sich schließlich auf üblichem Niveau. Sogar renommierte Agenturen (beispielsweise Ernst & Young und KPMG), deren Namen sonst eher mit großen Unternehmen und Konzernen verbunden sind, haben Startup Consulting im Programm.

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Checkliste für Startup Consulting

  • Anbieter finden über IHK, HWK, Kfw, BAFA oder auch befreundete Unternehmen, die damit bereits Erfahrung haben.
  • Persönliches, unverbindliches Gespräch vereinbaren.
  • Auf professionelles Auftreten des Anbieters achten.
  • Nach den langfristigen Konditionen erkundigen.