Mehr Umsatz, neue Arbeitsplätze – auch der Mittelstand kann von der Digitalisierung profitieren. Doch dazu gilt es, Geschäftsprozesse und -modelle anzupassen. Denn Kunden, Partner und Zulieferer, sie alle kommunizieren künftig nahtlos miteinander und vernetzen sich immer stärker. Das gelingt aber nur, wenn alle Geräte und Systeme die gleiche Sprache sprechen. Die Technik dahinter heißt IP, kurz für Internetprotokoll. IP ist die Plattform für eine einheitliche Kommunikation, ohne Medienbrüche zwischen den Geräten. Doch hier gibt es noch Nachholbedarf. ISDN und Firmennetzwerk (LAN) zum Beispiel funktionieren mit jeweils eigenen Protokollen und Komponenten, die sich oft nicht untereinander verstehen. Auch Sonderdienste wie zum Beispiel Alarmanlagen arbeiten auf Basis spezieller Protokolle.

Neue DeutschlandLAN IP-Anschlüsse

Bis 2018 soll das „Netz der Zukunft“ Realität werden. Schon heute stellt die Telekom ihre Netze nach und nach auf die neue IP-Technologie um. Während bislang hauptsächlich die Anschlüsse von Privatkunden umgestellt, jetzt sind die Geschäftskunden an der Reihe. Im Angebot: zwei neue IP-basierte Telekom Anschlüsse für kleine und mittelständische Unternehmen. Bei der Einstiegsvariante „DeutschlandLAN IP Start“ erhalten die Kunden eine Internet-Flatrate und surfen im Netz mit bis zu 200 Mbit/s (1).

Jedes Paket enthält außerdem eine Flatrate für Telefonate ins deutsche Festnetz sowie zwei Sprachkanäle, bei dem bis zu zwei Mitarbeiter gleichzeitig telefonieren können. Telefonate ins deutsche Mobilfunknetz kosten 13,9 Cent netto pro Minute, ins Ausland ab 2,9 Cent netto pro Minute und werden sekundengenau abgerechnet. Entsprechende Flatrates können die Kunden bei Bedarf zubuchen.

Generell dabei sind außerdem „Mail & Cloud M“, das sind 15 GB große E-Mail-Postfächer plus 50 GB Online-Speicherplatz im Telekom Mediencenter.

Das größere Komplettpaket „DeutschlandLAN IP Voice/Data“ bietet gleich drei Flatrates inklusive: für Telefonate ins deutsche Festnetz und 18 weitere Länder sowie für den Internetzugang. Hinzu kommen, je nach gebuchtem Paket S, M oder L, Flatrates für Telefonate ins deutsche Mobilfunknetz der Telekom oder in alle deutschen Mobilfunknetze. Gesurft wird mit maximal 200 Mbit/s (2).

Inklusive sind auch zwei Sprachkanäle (zwei Mitarbeiter können gleichzeitig telefonieren). Bis zu sechs weitere Sprachkanäle lassen sich ab Ende 2015 bei Bedarf hinzubuchen (3).

Ebenfalls inklusive: eine feste IP-Adresse. So können Firmen ihren eigenen Web- oder FTP-Server betreiben. Eine Anwendung aus der Cloud liefert die Telekom auch gleich mit. Mit der Einsteigerlösung „Homepage Starter Business“ gestalten kleinere Mittelständler ohne Design- und Programmierkenntnisse ihre eigene Homepage.

Praktisch und vor allem wichtig fürs Geschäft: Alle DeutschlandLAN IP-Anschlüsse entstört die Telekom innerhalb von maximal acht Stunden, nachdem eine Kundenmeldung eingegangen ist. Und für die Audiokonferenz legt sie bei jedem DeutschlandLAN IP-Paket „iMeet Basic“ dazu. Bis zu zehn Teilnehmer können sich damit austauschen und Projekte standortübergreifend besprechen.

Schon 14 Prozent umgestellt

In Workshops berät die Telekom ihre mittelständischen Geschäftskunden zur Umstellung auf IP. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden in die IP-Welt einsteigen und sie bestmöglich begleiten und beraten“, sagt Roger Voland, Leiter Geschäftskunden Transformation bei der Telekom Deutschland. Wichtig sei, von Anfang an komplett auf IP zu setzen und nicht einen Teil der Systeme in der alten „ISDN-Welt“ zu belassen. Aktuell wurden bereits rund 14 Prozent der drei Millionen Geschäftskunden-Anschlüsse umgestellt. Bis Ende 2015 sollen es 22 Prozent sein.

(1) bis zu 200 Mbit/s im Download und bis zu 100 Mbit/s im Upload und ist abhängig von der technischen Verfügbarkeit im jeweiligen Anschlussbereich.
(2) bis zu 200 Mbit/s im Download und bis zu 100 Mbit/s im Upload. Gilt bei Buchung der Premium-Variante und ist abhängig von der technischen Verfügbarkeit im jeweiligen Anschlussbereich.
(3) abhängig von der technischen Verfügbarkeit im jeweiligen Anschlussbereich.