In einem Blogbeitrag rät Fairrank zur Vorsicht und zu einer gründlichen Auseinandersetzung mit dem digitalen Zahlungsmittel.

Es gibt sie nur virtuell – und dennoch wird sie an der Tokioer Börse fast so teuer gehandelt wie eine Unze Gold. Risikokapitalgeber, Computerentwickler und Händler halten das digitale Zahlungsmittel, das seit 2009 existiert, für eine Zukunftsalternative zu traditionellen Devisen. In einigen Großstädten kann man in Szeneläden bereits damit bezahlen, auch einige Online-Shops bieten diese Möglichkeit an. Ein Trend also, dem man sich bald anschließen sollte?

Bitcoins: Boom oder Blase?

Was sind Bitcoins eigentlich genau? Sie entstehen mit der Hilfe eines komplizierten kryptografischen Verfahrens; momentan sind laut Spiegel Online etwa 12 Millionen Bitcoins im Umlauf. Derzeit explodiert ihr Kurs: Allein in den wenigen Wochen vom 4.11. bis 4.12.2013 stieg der Bitcoins-Wert von unter 200 auf 800 Euro. Ihr Wert hat sich also mehr als vervierfacht. Bei derartigen Wertsteigerungen rät Fairrank zur Vorsicht: Denn auch Insider befürchten, dass die Bitcoin-Blase bald platzen könnte.

Zudem unterliegen Bitcoins extremen Währungsschwankungen – an den verschiedenen Börsen werden sie zu stark unterschiedlichen Werten gehandelt. Anders als bei den klassischen Währungen steht hinter dem virtuellen Geld keine Zentralbank, die für eine gewisse Stabilität sorgt, Bitcoins sind nur sehr begrenzt an die Realwirtschaft angebunden. Das bedeutet für den Online-Händler: Wenn er seine Ware heute für Bitcoins verkauft, könnte er schon morgen einen Verlust einfahren, wenn er die virtuelle Währung in klassisches Geld umtauschen möchte.

Zudem gilt: Vorsicht vor Fälschern! Denn auch bei der virtuellen Währung kann man „Geldfälschern“ aufsitzen. Ende 2013 nahm das Bundeskriminalamt Verdächtige fest, die über ein Netz gekaperter Computer digitales Geld im Wert von über 700.000 Euro produziert haben sollen.

Das Fazit von Fairrank lautet daher: „Wer als Shop-Betreiber Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren möchte, sollte sich vorher unbedingt mit der Materie vertraut machen und sich kritisch mit den Umgebungsbedingungen und Risiken dieser neuartigen, virtuellen Währung auseinandersetzen.“ Hintergrund liefert zum Beispiel eine Analyse der Europäischen Zentralbank (http://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/other/virtualcurrencyschemes201210en.pdf, Seite 48)

Mehr Infos:

http://www.fairrank.de/blog/460-bitcoins-eine-sinnvolle-waehrung-fuer-online-shops.html

https://www.bitcoin.de/de

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bitcoin-virtuelle-waehrung-erstmals-mehr-als-1000-dollar-wert-a-936081.html

http://www.focus.de/finanzen/banken/rasanter-preisanstieg-der-bitcoin-jesus-warnt-vor-bitcoin-blasen_id_3454280.html