Stellen Sie sich vor, sie könnten zu jederzeit Pakete und Sendungen erhalten und bräuchten dafür nicht zu Hause zu sein. Selbst der Nachbar müsste die Sendung nicht mehr annehmen. Mit dem PaketButler, den die Telekom zusammen mit dem Hamburger Unternehmen feldsechs und DHL entwickelt hat, wird dies in wenigen Monaten möglich sein. Präsentiert wurde die innovative Lösung Anfang September auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Das Pilotprojekt mit den Kooperationspartnern Zalando und DHL Paket startet Anfang 2015 in Berlin.

Wenn der Postbote nie mehr klingelt, liegt das vermutlich am PaketButler. Die praktische Box nimmt jedes bestellte Paket an. Gesichert ist sie in der Wohnungstür des Empfängers, auch nur er kann den PaketButler wieder öffnen und den Inhalt entgegennehmen. Wenn der Postbote nie mehr klingelt, liegt das vermutlich am PaketButler. Die praktische Box nimmt jedes bestellte Paket an. Gesichert ist sie in der Wohnungstür des Empfängers, auch nur er kann den PaketButler wieder öffnen und den Inhalt entgegennehmen. (© 2015 Telekom Deutschland)

Sobald das Paket da ist, erhält der Empfänger eine SMS

Das Prinzip ist einfach: Wie ein echter Service-Butler aus Fleisch und Blut nimmt der PaketButler alle Sendungen stellvertretend für den Empfänger an – zuverlässig, sicher und unkompliziert. Der PaketButler ist nichts anderes, als ein rechteckiger Kasten in der Größe eines kleinen Koffers. Der Clou: Der abschließbare Mini-Container lässt dank Stoffeinlage wie ein Fenster-Pliseé zusammenfalten und  auseinanderziehen.

Der Versender kann also seine Sendung in den Container legen und den flexiblen Stoff so ziehen, dass das Paket verdeckt ist. Es passt sich so jedem Paket in beliebiger Größe an und funktioniert wie ein Paket über dem Paket, ähnlich den Babuschka-Puppen, die sich innerhalb der großen Puppe verbergen.

Der PaketButler ist fest in der Wohnungtür verankert

Erwartet jemand ein Paket, befestigt er seinen persönlichen PaketButler vor seiner Wohnungstür. Dazu wird ein kurzes, schnittfestes Band, das an einen Autogurt erinnert, in dem Spalt unter der Wohnungstür durchgeführt. Die Tür lässt wie immer zumachen und verschließen, der Gurt des PaketButlers ist damit fest verankert. Das Ganze lässt sich lösen, wenn die Wohnungstür wieder geöffnet wird. Dadurch ist der PaketButler gesichert.

Der DHL-Zusteller legt nun die Sendung in den PaketButler ein, verschließt den Container und sichert diesen elektronisch per Funk. Gleichzeitig erhält der Empfänger eine SMS als Benachrichtigung, dass sein Paket im PaketButler sicher verstaut wurde und auf ihn wartet.

Das Ganze funktioniert auch rücktwärts: Auch Retouren können in Zukunft über den neuen PaketButler abgewickelt werden. Rücksendung einlegen, den Butler schließen und die Abholung per DHL Paket beauftragen.

Auf der IFA wurde der PaketButler zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Dirk Backofen, links, Leiter Marketing Geschäftskunden, Telekom Deutschland, zeigt sich begeistert von dem stummen Diener. Auf der IFA wurde der PaketButler zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Dirk Backofen, links, Leiter Marketing Geschäftskunden, Telekom Deutschland, zeigt sich begeistert von dem stummen Diener. (© 2015 Telekom Deutschland)

Das PaketButler-Pilotprojekt startet 2015 in Berlin

Vor der deutschlandweiten Vermarktung wird der PaketButler ab 2015 von 200 Berliner Zalando-Kunden getestet. Sämtliche Prozesse – von Vermarktung über Verkauf bis hin zu Handling und Logistik – kommen hier auf den Prüfstand.

Entstanden ist die Lösung im Rahmen einer Innovationsoffensive der Deutschen Telekom. Ziel ist es, erfolgversprechende Ideen rund um die Machine-to-Machine (M2M) Kommunikation und das Internet der Dinge gemeinsam mit Partnern möglichst rasch umzusetzen. "Kooperation ist der Schlüssel in diesem Geschäft", sagt Dirk Backofen, Leiter Marketing Geschäftskunden, Telekom Deutschland. "Indem wir Partner aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen, können wir gemeinsam neue Konzepte viel schneller verwirklichen."

Im Falle des PaketButlers, wird dank einer M2M-Lösung die ausgefeilte Logistik-Kette bis hin zur Wohnungstür lückenlos geschlossen. Paket angekommen, Auftrag erfüllt. Für viele Online-Shopper dürfte die Innovation ein ersehnter Lichtblick sein. So könnte der PaketButler bald unseren Alltag revolutionieren – wie einst die Einführung des Briefkastens.

Quadratisch, praktisch, gut: Der PaketButler kommt erst einmal ziemlich unscheinbar daher. Zusammengefaltet sieht man ihm nicht an, dass er auch große Pakete sicher entgegennehmen kann. Seine variable Größe ist seine Stärke. Quadratisch, praktisch, gut: Der PaketButler kommt erst einmal ziemlich unscheinbar daher. Zusammengefaltet sieht man ihm nicht an, dass er auch große Pakete sicher entgegennehmen kann. Seine variable Größe ist seine Stärke. (© 2015 Deutsche Telekom)