Freitagnachmittag. Ein Blick auf die Uhr verrät: In wenigen Minuten schließt die Postfiliale. Das Wochenende steht vor der Tür, aber das Formular muss unbedingt bei der Stadtverwaltung vorliegen, die Frist läuft ab. Die Zeit drängt, aber in Dresden ist das jetzt kein Grund mehr zur Panik. Denn mit De-Mail spielen Öffnungszeiten von Behörden, Unternehmen und Verwaltungen keine große Rolle mehr.

Seit dem 30. Juni ist die Elbmetropole offizielle De-Mail-City der Telekom. Mit dem Dienst versenden die Dresdner erstmals auch vertrauliche Dokumente online sicher, schnell und nachweisbar – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und vom heimischen Schreibtisch oder Büro aus. Im Gegensatz zur normalen E-Mail ist die Kommunikation via De-Mail außerdem vertraulich und rechtlich verbindlich. Versendete Dokumente sind auch ohne qualifizierte Unterschrift gültig.

Mit De-Mail hat Dresden 24 Stunden geöffnet

Dresden hat übrigens die besten Voraussetzungen für das De-Mail City-Projekt: Bereits 2013 wurde die Perle an der Elbe von Google und dem Institut der deutschen Wirtschaft zu einer der zehn aktivsten Städte Deutschlands in Sachen Digitalisierung gewählt und bekam dafür den sogenannten „e-Town Award“. Jetzt haben die Dresdner mit De-Mail City die nächste Stufe gezündet.

Dresden ist De-Mail-City "Mit De-Mail wird die elektronische Kommunikation erstmals verbindlich und nachweisbar. Jeder Bürger spart mit De-Mail Zeit, Porto und Papier und profitiert von der gesetzlich gesicherten Zustellung der Nachrichten. Schon bald werden die Dresdner diese Vorteile – etwa bei Gewerbeanmeldungen, Bürgerbegehren oder im Austausch mit dem Finanzamt – kennenlernen und nutzen können", sagt Michael Hagspihl, Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland. (© 2015 Deutsche Telekom AG)

 

"Wir freuen uns sehr, Vorreiter in diesem Projekt für sichere digitale Kommunikation zu sein", sagt Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz. "Die Stadt bildet den Lebensmittelpunkt für unsere Bürger. Sie wollen möglichst einfach und schnell mit städtischen Einrichtungen, Behörden und Institutionen kommunizieren. Dank De-Mail haben wir jetzt 24 Stunden lang geöffnet", sagt Orosz. Konkret heißt das: Anfragen und Anträge an die Dresdner Stadtverwaltung können Bürger und Firmen rund um die Uhr per De-Mail senden. Die Antworten kommen natürlich ebenfalls per De-Mail.

Dasselbe gilt auch, wenn die Dresdner ein Gewerbe anmelden, einen Wohnberechtigungsschein beantragen oder eine E-Petition für den neuen Kinderspielplatz einreichen. Und auch Steuerbescheide landen künftig nachweisbar im digitalen Postfach.

Der Versand von Steuerbescheiden ist eine von vielen Anwendungen von De-Mail.

Christian Jänisch

KPMG-Bereichsvorstand

 

Dresden ist De-Mail-City Viele regionale Unternehmen und Vereine sind bei der Aktion De-Mail City bereits an Bord – und wollen ihre Kommunikation mit Kunden und Behörden künftig per De-Mail abwickeln: KPMG, advofaktur Rechtsanwälte, DSC 1898 Volleyball GmbH, IPROconsult GmbH, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft, Dresdner Handwerkerhof Ausbau GmbH, goDentis - Gesell-schaft für Innovation in der Zahnheilkunde mbH, Bauunion 1905 GmbH, Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG, Fritzer Rechtsanwälte, Provenio Unternehmensberatung, SAKD Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung und DIG Dresden Informations Gesellschaft. (© 2015 Deutsche Telekom AG)

 

Erste Firmen sind dabei

Viele Unternehmen sind bei der Aktion De-Mail City bereits an Bord. Dazu gehört etwa die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. "Der elektronischen Kommunikation mit den Finanzbehörden gehört die Zukunft“, glaubt Christian Jänisch, KPMG Bereichsvorstand Tax. "De-Mail ersetzt Papier durch digitale Prozesse und trägt wesentlich zu dieser Entwicklung bei", sagt er. "Der Versand von Steuerbescheiden stellt eine von vielen Anwendungsfällen dar. Von dieser Vereinfachung werden Behörden, Bürger, Unternehmen sowie Steuerberater profitieren."