Innovativ und nachhaltig: Die Fassadenfarbe StoColor Dryonic

Innovationssprung, industrielle Machbarkeit, Enabler-Qualitäten und Nachhaltigkeit – in diesen Kriterien musste die Oberflächentechnik die Jury vom Frauenhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) überzeugen, um zu gewinnen. Sieger in diesem Jahr: Die Fassadenfarbe von Sto, genannt StoColor Dryonic.

Wasser trocknet auf ihr in Windeseile und lässt Pilzen und Algen keine Chance. Darüber hinaus ist sie ökologisch nachhaltig, weil frei von bioziden Wirkstoffen und CO2-neutral produziert, wie das Portal "Baulinks" berichtet.

Muse für die Oberflächentechnik: Der Nebeltrinker-Käfer

Die Idee für die innovative Fassadenfarbe kommt aus der Natur – genau genommen vom Nebeltrinker-Käfer. Das in der Namibwüste lebende Insekt ist ein wahrer Überlebenskünstler. Wie sein Name schon verrät, trinkt der Käfer Nebel. Wie das funktioniert? Er begibt sich zunächst auf einen Dünenkamm und streckt dann seinen Rückenpanzer nach oben. Dort verflüssigen sich kleinste Nebeltröpfchen, die aus der Atlantikküste rüberziehen und laufen dank Schwerkraft in Richtung Mund ab. Ganz schön clever! Möglich wird das Ganze durch die praktische Oberfläche des Tiers: Diese besteht aus kleinen hydrophilen Kuppen und hydrophoben Tälern durch die der kondensierte Nebel abfließen kann.

Dieses Prinzip hat sich Sto zugute gemacht: Sie entwickelten eine Fassadenfarbe mit einer hydrophil-hydrophoben Mikrostruktur. Die sogenannte Dryonic Technology ist in der Lage, das durch Regen, Tau und Nebel entstandene Wasser an der Fassade in Rekordzeit wieder abzuführen. Ob Putz, Kunststoff, Metall, Klinker oder Beton,  StoColor Dryonic kann auf verschiedensten Materialien und allen möglichen Farbtönen angewandt werden.

Jurymitglied Dr. Michael Hilt von der Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke e.V ist von der Technologie begeistert, berichtet "Baulinks" weiter:

„Die Übertragung dieses oberflächentechnischen Konzepts in die Technik hält zukünftig Fassaden trockener und sichert damit den Wert von Gebäuden nachhaltig“.

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