Wer sich in ein Haus der Lindner Hotels einbucht, findet nicht nur einen Ort zum Wohlfühlen und Relaxen – auch der digitale Service in den Hotels liegt auf höchstem Niveau. Und das von Anfang an. Als erste Hotelkette stattete die Lindner Hotels AG alle ihre Häuser mit WLAN aus. Geschäftsleuten steht zudem in vielen Hotels eine professionelle Technik für Videokonferenzen zur Verfügung. Mit „TelePresence“ können sich Firmen standortübergreifend mit Kunden, Kollegen und Partnern live in HD-Qualität austauschen – ohne in eigene Infrastruktur zu investieren. Die Systeme lassen sich stattdessen nach Bedarf bei Lindner mieten.

Seit Lindner in der Cloud ist, kann sich die Gruppe auf ihr Kerngeschäft konzentrieren

Auch auf die interne IT legt der Hotelbetreiber viel Wert. Dabei betreute die hauseigene IT-Abteilung ihre Server in der Hauptverwaltung und an den Hotelstandorten bisher in Eigenregie. Bei über 30 Hotels war das nicht mal eben nebenbei möglich. Die IT-Kollegen hatten alle Hände voll zu tun. Für das Kerngeschäft, die Betreuung der hotelspezifischen Anwendungen, blieb letztlich zu wenig Zeit. Das sollte sich ändern. Deshalb entschloss sich Lindner dazu, in die Cloud zu gehen.

Gut aufgehoben in der Cloud Mit TeamLike steuern die Mitarbeiter der Lindner Hotel Group sich selbst – und tauschen sich mit Hotelgästen aus. Jeder, der möchte, kann mitmachen. (© 2015 Eric Remann)

Ganz konkret heißt das: Alle Server, auf denen keine hotelspezifischen Anwendungen laufen, wurden ins Rechenzentrum eines professionellen IT-Dienstleisters ausgelagert. Dabei setzt Lindner auf die Unterstützung der Deutschen Telekom. Auf Servern im Rechenzentrum statt vor Ort sind Anwendungen installiert wie das E-Mail-System und die Buchhaltung. Außerdem bezieht Lindner Speicherplatz aus der Cloud. Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Bereich Sicherheit. Der gesamte Datenverkehr von Lindner wird deshalb im Rahmen der Telekom-Lösung „Managed Security“ im Rechenzentrum auf Viren, Würmer und Co. gescannt. So kann das Unternehmen auf lokale Firewalls und Spam-Filter an den einzelnen Standorten verzichten. Gleichzeitig liegt damit auch der zentrale Internetzugang in der Datenwolke.

Strukturiertes Arbeiten in der Cloud

Sämtliche Systeme werden exklusiv für Lindner in der Private Cloud betreut. Im Gegensatz zur Public Cloud muss sich ein Unternehmen dabei die Infrastruktur im Rechenzentrum nicht mit anderen Kunden teilen. Außerdem bietet die Private Cloud mehr Freiheiten in den individuellen Einstellungen an den Servern. Werden etwa mehr IT-Kapazitäten benötigt, bucht Lindner sie flexibel hinzu. Denn in der Wolke ist Platz genug. „Wir können dank der Cloud-Lösung deutlich strukturierter arbeiten“, fasst IT-Leiter Michael Eckert die Vorteile zusammen. „Außerdem sind unsere Server im Rechenzentrum am besten aufgehoben, weil sich Sicherheitsprofis rund um die Uhr darum kümmern.“ Und auch in Sachen Service hat der Hotelbetreiber sich für eine andere Ausrichtung entschieden. Bei IT-Problemen wenden sich die Mitarbeiter im Rahmen des First Level-Supports direkt an eine Telefon-Hotline des Dienstleisters und nicht mehr länger an das Team von Michael Eckert. Der externe Dienstleister ist auch zuständig, wenn Hardware repariert oder ausgetauscht werden muss. Das entlastet Eckerts Team zusätzlich.

Unsere Server snid im Rechenzentrum am besten aufgehoben, weil sich Sicherheitsprofis rund um die Uhr darum kümmern.

Michael EckertLindner-IT-Leiter
Gut aufgehoben in der Cloud IT-Leiter Michael Eckert setzt sich für die Cloud ein – und ermutigt die Mitarbeiter bei Lindner, Informationen über TeamLike auszutauschen. (© 2015 Eric Remann)

Auf alle Anwendungen greifen die Lindner-Mitarbeiter über das Firmennetz auf Basis der MPLS (Multiprotocol Labelswitching)-Technologie zu. Zentrale Vorteile: Die Daten werden abseits vom öffentlichen Internet und damit besonders sicher übertragen. Bestimmte Daten, die geschäftskritisch sind, haben außerdem Vorfahrt im Netz.

TeamLike: Einfacher intern kommunizieren

Auch in Sachen interne Kommunikation geht Lindner neue Wege. Die Hotelgruppe setzt auf das Social Business Collaboration-Tool TeamLike. Die Anwendung stellt die Telekom aus ihren hochsicheren deutschen Rechenzentren bereit. Bei Lindner heißt das soziale Firmennetzwerk „YoCu“. Das Besondere: Das Unternehmen nutzt es als Intranet, Community und Projektplattform und spart sich so verschiedene Tools, um intern einfacher zu kommunizieren. Auch die Zahl der E-Mails reduziert sich deutlich, denn der Austausch verlagert sich auf YoCu.

Die Funktionalitäten des Tools sind gelernt: Ähnlich wie bei bekannten sozialen Netzwerken sehen die Mitarbeiter auf der Startseite Neuigkeiten und Blogbeiträge von Kollegen. In virtuellen Projekträumen, sogenannten Workspaces, teilen sie ihr Wissen in Form von Dokumenten, Fotos oder Videos. Und natürlich lebt auch das klassische Intranet weiter. Lindner hat die Möglichkeit „Seiten“ anzulegen und hier zum Beispiel Dokumente wie Urlaubsanträge oder Vorlagen für die Reisekostenabrechnungen für alle Mitarbeiter sichtbar abzulegen. So geht Kommunikation bei Lindner heute.

Gut aufgehoben in der Cloud In vielen Lindner Hotels könnnen die Gäste Videokonferenzen abhalten. Auch Nicht-Gästen steht die TelePresence-Technik zur Verfügung. Bezahlt wird nach gebuchter Zeit. (© 2015 Jan Greune)