M2M-Kommunikation: Immer wichtiger fürs Business

Infobox: Definition von M2M 

Das Kürzel M2M bedeutet Machine-to-Machine-Kommunikation. Es steht als Schlagwort für den automatischen Informations- und Datenaustausch zwischen technischen Systemen. M2M ermöglicht so das "Internet der Dinge".

Wer als Unternehmer im digitalen Zeitalter durchstarten will, kommt an dem Megatrend Machine-to-Machine-Kommunikation kaum vorbei. M2M verbindet Geräte über Internet oder Mobilfunk miteinander und verwandelt sie so in intelligente Maschinen. Dabei ergeben sich auch für den Mittelstand neue Chancen, ...

  • um die Produktivität zu steigern,
  • um Kosten zu senken,
  • um mit besseren Produktlösungen die Kunden zufriedenzustellen und
  • um interne Unternehmensprozesse zu optimieren.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten – auch für den Mittelstand

Die aktuellen Zahlen eines M2M-Barometers (650 befragte Führungskräfte in 16 Ländern) belegen auch die Relevanz des Themas: 90 Prozent der Befragten sagen, dass M2M wichtig für ihr Unternehmen ist. Rund 27 Prozent der Firmen haben schon ein M2M-Projekt realisiert, mehr als jeder Dritte will innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Machine-to-Machine-Vorhaben in die Tat umsetzen.
Im Energiesektor ist die Machine-to-Machine-Kommunikation am häufigsten verbreitet. Dahinter folgt die Autobranche. Knapp jeder dritte Fahrzeughersteller verwendet die Technologie im Zuge des Konzepts "Connected Car". Aber auch im...
  • Handel,
  • Gesundheitswesen und
  • in der Unterhaltungselektronik kommt M2M immer häufiger zum Einsatz.

Warum der automatische Kommunikations- und Datenaustausch in der Praxis auch für den Mittelstand eine Rolle spielt, verdeutlichen die folgenden drei Fallbeispiele. 

Beispiel 1: DHL

Bestimmte Medikamente oder Lebensmittel müssen ständig gekühlt werden – auch beim Transport. Der Logistikanbieter DHL hat daher einen Sensor entwickelt, der einem Paket beigelegt wird und sowohl die Temperatur als auch die verstrichene Zeit misst. Sobald das Medikament eine kritische Temperatur erreicht, wird der Empfänger darüber in Kenntnis gesetzt – und kann entsprechend reagieren. Wenn das Paket sein Ziel erreicht hat, sendet das Gerät alle Daten an das Reportingsystem.

In der Logistikbranche setzen generell immer mehr Unternehmen auf M2M-Lösungen, um eine lückenlose Produktüberwachung von empfindlichen Gütern zu gewährleisten. Das Risiko eines Diebstahls oder einer falschen Warenanlieferung wird so reduziert – ein Umstand, der gerade auch für mittelständische Transportunternehmen interessant ist.

Beispiel 2: Lieferheld

Wer daheim hungrig eine Pizza bei diesem Lieferdienst bestellt, hat meist einen sehr kurzen Geduldsfaden.  Das hat auch die Lieferheld GmbH erkannt und die Bestellkette mit M2M um einiges beschleunigt.

Und so funktioniert's: Die bei Lieferheld gelisteten Restaurants und Gastro-Ketten besitzen alle eine Box mit SIM-Karte und Thermodrucker. Wenn der Kunde sein Essen online bestellt, dann wird der Auftrag via Mobilfunk an die Box  geschickt und innerhalb von vier Sekunden ausgedruckt. Der Lieferdienst kann nun in der Küche den Auftrag entgegen nehmen und bestätigen. Der Kunde erfährt dann per SMS oder E-Mail, wann die Pizza voraussichtlich bei ihm eintrifft.

Das ist eine Win-Win-Situation: Das Unternehmen kann selbst mehrere Bestellungen sehr schnell abwickeln und nebenbei bares Geld sparen. Denn ein Ausdruck kostet lediglich 0,3 Cent. Und der Kunde freut sich, wenn seine Pizza zügig zu Hause eintrifft.

Beispiel 3: Kärcher

Das baden-württembergische Unternehmen Kärcher ist führend in der Reinigungstechnik. Der Betrieb bietet unter anderem Dampfstrahler und Reinigungsmaschinen für große Flächen an. Um seinen Kunden einen besseren Service zu gewährleisten, vernetzte das Unternehmen alle Maschinen über M2M. Diese Art von intelligentem Flottenmanagement bringt eine Reihe von Vorteilen:

  • Der Kunde wird in Echtzeit über Standort und Laufzeiten der Reinigungsmaschinen informiert und kann Einstellungen aus der Ferne vornehmen.
  • Kärcher erkennt schon frühzeitig, wenn es Probleme mit einem speziellen Gerät gibt. Werden Reinigungsintervalle nicht eingehalten oder Apparate gestohlen, dann erhält der Kunde sofort eine Nachricht.
  • Einsatzplanung und Kostenkontrolle sind einfach und benutzerfreundlich. Die entsprechenden Reportings werden direkt im Web bereitgestellt – was eine große Zeitersparnis ergibt.

In diesem Video erklärt Kärcher anschaulich, wie es sein Flottenmanagement dank M2M-Kommunikation auf Vordermann gebracht hat:

Weiterführende Links:

  • M2M-Kommunikation für den Mittelstand: Wissenswertes zum Thema lesen Sie auch auf der Homepage von M2M-Alliance.
  • Wie setzt der Mittelstand M2M in der Praxis um? M2M-Lösungen für Ihr Unternehmen gibt es unter anderem bei der Telekom.