Ferngesteuert: Conrad Riedesel erklärt, wie sich Maschinen mithilfe des „Industrie 4.0-Pakets“ in der Cloud steuern lassen und ihre Kunden ihre Daten in Echtzeit auslesen können.

Herr Riedesel, die Box sieht so unscheinbar aus. Was ist das Besondere an dem Industrie 4.0-Paket?
Bislang gab es nur reine Konnektivitätsplattformen auf dem Markt, über die Firmen ihre M2M-SIM-Karten kontrollieren konnten. Mit dem Industrie 4.0-Paket sind wir ein großes Stück weiter: Wir bündeln alle Komponenten in einem Paket, um Maschinen einfach zu vernetzen und zentral zu verwalten – von der Konnektivität über die Hardware bis zum Gerätemanagement.

Hört sich praktisch an. Worauf sollten Firmen achten, die eine solche Lösung suchen?
Wichtig ist, dass die Plattform mit ihren Geräten und Maschinen kompatibel ist. Bei dem Industrie 4.0-Paket lässt sich zum Beispiel der gesamte Gerätepark ohne großen Aufwand integrieren. Aber: Es gibt jetzt auch die Möglichkeit, die Plattform nahtlos mit der bestehenden IT-Infrastruktur wie CRM- und ERP-Systemen zu koppeln. Firmen sollten ihre Maschinen nicht als abgeschottete Insellösung betreiben. Die Plattform sollte ebenfalls in der Lage sein, die eingebundenen Geräte und ihren Status übersichtlich anzuzeigen und Messwerte zu visualisieren. Darüber hinaus sollten Unternehmen die Möglichkeit haben, Alarmzustände zu definieren, sodass Mitarbeiter bei Fehlfunktionen automatisch benachrichtigt werden.

Welche Rolle spielt hier die Skalierbarkeit?
Eine ganz entscheidende! Die Plattform muss dann noch verlässlich arbeiten, wenn unterschiedliche Mengen an Geräten, Sensordaten und Nutzern eingebunden sind. Hier bietet eine Lösung aus der Cloud schon ein hohes Maß an Flexibilität. Unsere Lösung eignet sich zudem perfekt zum Einstieg in die Welt der Maschinensteuerung. Denn mit jedem Industrie 4.0-Paket erhält der Kunde den Zugang zur Cloud der Dinge inklusive der Möglichkeit, ein Gerät anzubinden. Aber um auf die Frage zu kommen: Natürlich lassen sich theoretisch unendlich viele Maschinen integrieren.

Was gehört noch zum Einsteigerpaket dazu?
Wir haben zur CeBIT ein Rundum-Paket für unsere Kunden geschnürt, bei dem Firmen kein Geld vorab investieren müssen. Inklusive sind der Zugang zum Portal, das Gateway, die M2M-SIM-Karte mit einem Datenvolumen von 10 MB pro Monat und dem Zugang zum Telekom M2M-Service Portal, um die Karten zu aktivieren und administrieren. Außerdem profitieren die Kunden von unseren speziellen Rund-um-die-Uhr-Service durch unsere M2M-Vertriebsprofis.

Was ist M2M?
Die Position von Fahrzeugen live am Monitor verfolgen oder automatisch Rasierklingen nachbestellen – das ist möglich, wenn Maschinen vernetzt sind und miteinander kommunizieren. Diesen automatischen Datenaustausch nennt man von M2M, kurz für Machine-to-Machine-Kommunikation. M2M bringt Unternehmen und Kunden viele Vorteile: Firmen produzieren günstiger, beschleunigen ihren Service und liefern die Ware schneller aus. Aktuell nutzen 22 Prozent der Unternehmen M2M-Kommunikation. 2016 sollen es schon 55 Prozent sein.