Buntes Frühstücksgeschirr, eine nostalgische Bahnhofsuhr fürs Wohnzimmer oder ein schicker Schrank für die Küche – wer nach außergewöhnlichen Wohnaccessoires und Möbel sucht, wird bei Butlers fündig. Es handelt sich nicht um 08/15-Einrichtung, sondern um liebevoll zusammengestellte Produkte, oft im verwegenen Shabby-Chic-Stil, der heute bei vielen jungen Menschen angesagt ist. "Wir wollen unsere Kunden inspirieren", erklärt Geschäftsführer Jörg Funke. "Uns ist wichtig, keinen bestimmten Einrichtungsstil zu diktieren."

Mit der Kraft der Cloud Mehr als nur Gläser und Geschirr: Butlers punktet bei seinen Kunden mit ungewöhnlichen Einrichtungsideen. (© 2015 Mareike Foecking)

Etwas ganz anderes anzubieten, war die Ursprungsidee der Firmengründer Wilhelm und Paul Josten sowie Frank Holzapfel, als sie Butlers 1999 ins Leben riefen. Alles nahm seinen Anfang mit der Traditionsfirma Wilhelm Josten Söhne, 1829 gegründet und über 150 Jahre erste Adresse im Rheinland für Haushaltswaren. Dort gab es alles von feinem Porzellan bis hin zu Töpfen und Staubsauger. Beim Ausverkauf entstand die Idee, ein Handelsunternehmen zu gründen, das hochwertige und zeitgemäße Waren wie Porzellan zu besonders günstigen Preisen anbietet. Das gab es damals in der Art noch nicht.

So kooperiert Butlers mit der Firma Disney, bietet Genussrechte für Kunden und verkauft auch mal den Design-Duschkopf von Stefan Raab. Das Unternehmen nutzt versiert das Multichannel-Prinzip, um seine Produkte an Mann und Frau zu bringen.


Über Butlers

Mit der Kraft der Cloud Gründung: 1999 //Unternehmensbereiche: Handel mit Wohnaccessoires und Möbeln //Sitz: Zentrale in Köln //160 Filialen in Europa //Mitarbeiter: ca. 1 100 (© 2015 )

Gründung: 1999 // Unternehmensbereiche: Handel mit Wohnaccessoires und Möbeln // Sitz: Zentrale in Köln // 160 Filialen in Europa // Mitarbeiter: ca. 1 100 // Butlers Online

160 Butlers-Filialen bieten ein buntes Sortiment an

Gesagt, getan. In Köln ging die erste Filiale an den Start, schnell folgten weitere. Das Butlers-Konzept kam an, heute gibt es rund 160 Filialen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Spanien und über Franchisenehmer in Ost- und Südeuropa. "Wir trauen uns etwas und sind immer innovativ", erklärt Funke das Erfolgsrezept.

2007 startete der Online-Shop, der heute 20 Prozent vom Umsatz bringt. Seit 2011 gibt es zusätzlich einen Möbelkatalog. "Wir verkaufen keine Schrankwände, sondern einzelne, charakterstarke Möbel, die auch für sich allein stehen können", sagt Funke. Alle Vertriebskanäle sind miteinander vernetzt: In der Filiale ordern Kunden Ware im Online-Shop und bezahlen sie auch gleich. Wer online kauft, kann sich im Videochat von einem Experten in der Filiale beraten lassen und per Kamera Möbel in Nahaufnahme zeigen lassen oder ihn zum Sitztest aufs Sofa bitten.

Die Standorte sind über die Cloud miteinander vernetzt

Inzwischen traut sich Butlers in die Cloud. Das übernimmt die Telekom, ebenso die Standortvernetzung sowie die Festnetz- und Mobilfunk-Anbindung. Die wichtigste Anwendung bei Butlers ist jedoch das Warenwirtschaftssystem: Es ist mit der Zentrale, den Filialen, dem Online-Shop und dem Zentrallager in Neuss verbunden. Steht es still, läuft auch das Geschäft nicht mehr.

Mit der Kraft der Cloud Starkes Team: Bei IT-Leiter Andre Martens (links) und Geschäfts­führer Jörg Funkelaufen die Technikprojekte zusammen. (© 2015 Mareike Foecking)

Daher sind stabile Leitungen besonders wichtig. "Von der Telekom erhalten wir alles aus einer Hand: eine schnelle, hochverfügbare Netzan-bindung und proaktives Netzmanagement", sagt IT-Leiter Andre Martens. Die Zentrale nutzt eine 20 Mbit/s schnelle CompanyConnect-Anbindung, bei der die Daten in beide Richtungen synchron übertragen werden. Für die Filialen wurden eigene
Business-Complete-DSL-Anschlüsse gebucht mit Flatrates für Telefonie und Internet. "Wir haben so gut wie keine Ausfälle. Und wenn doch etwas nicht läuft, ist die Störung in wenigen Stunden behoben", erklärt Martens.

Filialen, Lager und Zentrale sind per virtuelles privates Netzwerk auf Basis von Hardware der Firma Lancom verbunden. In den Zweigstellen wurden WLAN-Router plus Accesspoints installiert. "Bislang haben wir das Netzwerk selbst betreut. Das lief aber mehr schlecht als recht", sagt Martens. "Mit der Telekom ist jetzt ein Experte an Bord, der sich auch um das Management kümmert."

Mit der Kraft der Cloud Immer erreichbar: Die Mitarbeiter im Callcenter beantworten Kundenanfragen und nehmen Bestellungen entgegen. (© 2015 Mareike Foecking)

Auch das Warenwirtschaftssystem kommt aus der Cloud

Verfügbarkeit ist bei Butlers das A und O. Um sie rund um die Uhr zu gewährleisten, hat die Firma das "Produkt Managed Dynamic Infrastructure" von der Telekom gebucht und geschäftskritische Anwendungen in die Cloud ausgelagert.

Alle Leistungen stellt die Telekom über das Netz bereit. Das Warenwirtschaftssystem sowie Lager- und Versandsystem zum Beispiel laufen auf virtualisierten Servern in deutschen Rechenzentren, wobei die Systeme exklusiv betrieben werden.

Neben der Verfügbarkeit spielten auch die Kosten bei der Entscheidung pro Cloud eine Rolle. "Wir hatten die Wahl, neue Server zu kaufen oder sie auszulagern. Der Eigen-betrieb wäre aber zu teuer geworden", erklärt Martens. Dazu kommt: Im Rechenzentrum ist rund um die Uhr für die Sicherheit gesorgt, die Netz-anbindung steht permanent zur Verfügung, und die Daten werden in ein zweites Rechenzentrum gespiegelt. "Und wir können auf Knopfdruck mehr Power bestellen", freut er sich. "Fürs letzte Weihnachtsgeschäft hatten wir etwa mehr CPU und Speicherplatz geordert. Ein Anruf, und die Leistung kam. Sagenhaft."

Die Migration in die Cloud hat Butlers gut vorbereitet. Die Datenbanken wurden bereits vor dem Umzug mit den Servern im Rechenzentrum synchronisiert. Am Umstellungstag, einem Samstag, standen die Profis der Telekom mit Rat und Tat beiseite. Bald danach konnten Butlers-Kollegen in Großbritannien pünktlich um 10 Uhr die Kasse nutzen. Butlers war in der Cloud angekommen.