Händlern, die keine Kreditkarten annehmen können, bieten sich jetzt mit den diversen Mobile-Payment-Lösungen gute Alternativen. Kompliziert? Nein. Denn die Lösungen setzen auf gute Bekannte: auf die Kombination von Smartphone und speziellen Bezahl-Apps. Keine Angst, technisch aufwändige Bezahlterminals sind dafür nicht notwendig.

Für Shopketten ist der Mobile Card Reader der Wirecard AG konzipiert. Der wird auf das Smartphone oder Tablet des Händlers gesteckt. Der Kunde zieht seine Karte durch den Leser, gibt seine PIN ein oder leistet eine elektronische Unterschrift auf dem Touchscreen. Händler können sogar ihr eigenes Branding in die App integrieren. Preis: auf Anfrage.

Ganz ähnlich funktioniert die Lösung von iZettle für kleine Shop-Betreiber. Der Händler zahlt einmalig 99 Euro für das Bluetooth-Lesegerät mit PIN-Eingabe. Pro Transaktion mit EC-Karte fallen 0,95 Prozent Gebühr an, bei  Kreditkarten 2,75 Prozent.

Eine weitere Alternative bietet SumUp: Hier wird ein einfacher Kartenleser in den Headset-Anschluss des Smartphones gesteckt. Er kostet 19,95 Euro. Für 69,95 Euro Monatsmiete bekommt der Händler ein komplettes Kassensystem, das auf dem iPad2 basiert.

Wie hätten Sie‘s gern? Mit oder ohne Kartenleser?

Payleven stellt den Händlern eine Bluetooth-Box zur PIN-Eingabe mit Kartenleser zur Verfügung. Diese Box verbindet sich mit dem Smartphone des Käufers. Payleven bietet auch einen Kartenleser für den Headset-Anschluss an. Bei dieser Lösung ist allerdings das Transaktionsvolumen auf 250 Euro begrenzt. Mit der PIN-Variante kann der Käufer dagegen bis zu 10.000 Euro ausgeben.

Streetpay macht den Kartenleser überflüssig. Der Verkäufer muss stattdessen auf seinem Smartphone in einer App ein Formular ausfüllen, das er dann an den Dienstleister schickt.  Das funktioniert für Android und iOS. Und der Käufer? Der erhält vom Dienstleister eine SMS mit Link auf die Bezahlseite. Er öffnet die Seite und tätigt dort den Kauf. Der Käufer muss 2,7 Prozent Provision zahlen. Allerdings gibt es bei Streetpay auch nach wie vor einen Kartenleser sowie ein Lesegerät mit PIN-Eingabe.

Ebenso lässt sich mit dem QR-Code kassieren und bezahlen. Ein gutes Beispiel sind die Osnabrücker McDonald’s Restaurants. Die setzen die Lösung SQ von Mr. Commerce ein. Nach dem Scannen des QR-Codes auf dem Kassenzettel können die Kunden mit ihrem Smarthpone und der PIN bezahlen.