Schon am Eingang des Wohnkaufhauses Schaffrath in Mönchengladbach mit luftiger Glasfassade macht man große Augen: Im großzügigen Foyer dreht sich spiralförmig ein übergroßer Aufgang in die Höhe und bringt die Besucher zu den vier Etagen der Wohnwelten. Hier, auf üppigen 40.000 Quadratmetern, reihen sich Betten, Sessel, Sofas, Teppiche, Tische und Schränke. Fast alle Wünsche erfüllt der Flagshipstore, der in Sachen Inneneinrichtung Maßstäbe setzt. Zumindest eine solch große Auswahl gibt es sonst kaum im Rheinland.

Wer trotz der Fülle nicht fündig wird, schlendert einfach die "Möbelmeile" entlang: Hier, ein paar Meter entfernt, befindet sich ein neuer Megastore für Küchen, eine ganzjährige Gartenausstellung und ein auf Massivholzmöbel spezialisiertes Geschäft.

Sicher vernetzt Die Network-Security-Lösung der Telekom gilt für alle Möbelhäuser der Schaffrath-Gruppe. Auch das Call Center ist technisch integriert. (© 2015 Eric Remann)

Das Schaffrath-Konzept ist durchdacht. "Wir verkaufen nicht einfach Möbel", erklärt Udo Holthoff, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe. "Wir zeigen vor allem Ideen und Konzepte, wie man sich zu Hause einrichten kann". Mit Erfolg, das mittelständische Möbelhaus hat sich überregional längst einen guten Namen gemacht. Schaffrath ist aber vor allem mit der Stadt Mönchengladbach verbunden, denn dort hat Gründer Friedhelm Schaffrath vor fast 50 Jahren sein erstes Haus eröffnet – ein "Lampen- und Leuchtengeschäft" in Verbindung mit einer Teppichabteilung und Polstermöbeln.

Mittlerweile gibt es insgesamt elf Standorte, etwa in Mönchengladbach sowie weitere Wohnwelten in Krefeld, Düsseldorf und Heinsberg bei Köln. "Unsere Kunden finden bei uns die am besten konzipierte Ausstellung in Deutschland, hochkompetente Verkäufer und einen sehr guten After-Sales-Service", wirbt Schaffrath-Chef Holthoff für die Unternehmensgruppe.

Wir sind keine Sicherheitsprofis. Unsere Kernkompetenz ist der Handel mit Möbeln. Deshalb haben wir Experten geholt.

Thomas DolsIT-Leiter

Nie wieder Insellösungen

In den vergangenen Jahren ist die Firmengruppe kräftig gewachsen. Unter anderem hat der Möbelhändler die Standorte der Firma Franz Knuffmann übernommen. Was jedoch nicht konsequent mitwuchs, war die IT. „Wir haben Hardware, Software und Internetanbindungen nach Bedarf an jedem Standort angeschafft, ohne dass alles auf einander abgestimmt war“, sagt IT-Leiter Thomas Dols. Als Schaffrath dann beschloss, die Verwaltungen der einzelnen Filialen zusammenzulegen, war auch die Konsolidierung der IT nur noch eine Frage der Zeit.

Wichtigste Ziele bei dem neuen Projekt: Alle Leistungen sollten aus einer Hand kommen und die Lösung sollte zukunftsfähig sein. Schaffrath wollte zum Beispiel seine Telefonanlagen nach Bedarf flexibel erweitern können. Oder bei Bedarf die Bandbreite der Internetleitungen aufstocken. Künftig sollten die Mitarbeiter auch über das Internet telefonieren können. Wichtige Anforderungen, die von der Telekom erfüllt wurden. Sie versorgt den Mittelständler mit einem individuellen Gesamtpaket.

Sicher vernetzt Schaffrath-Chef Udo Holthoff legt Wert darauf, dass das Unternehmen nicht nur Möbel verkauft, sondern potenzielle Käufer auch berät. Die Kunden sollen mit Ideen nach Hause gehen, wie sie künftig wohnen wollen. (© 2015 Eric Remann)

Ein Netz für Alle

Der erste Schritt war die Einführung von modernen Telefonanlagen des Herstellers Unify an allen Standorten.

Das Besondere dabei: Kundenanrufe im zentralen Callcenter lassen sich intelligent steuern. Die Callcenter-Mitarbeiter sehen sofort, für welche Filiale der Kunde anruft – ob für Möbel Schaffrath in Düsseldorf oder eine Knuffmann-Filiale in Krefeld – und können sich direkt mit dem passenden Namen melden.

Alle Firmenstandorte hat Schaffrath mit Hilfe der Telekom über ein hochmodernes MPLS (Multiprotocol-Label-Switching)-Netz miteinander vernetzt. „IntraSelect“ heißt die Lösung, die Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Mbit/s über ein privates, vom öffentlichen Internet getrenntes und somit besonders geschütztes Netz überträgt. Sprachdaten haben dank Quality of Service stets Vorfahrt im Netz. Die Telekom garantiert außerdem eine nahezu vollkommene Netzverfügbarkeit von 99,95 Prozent.

Sicher vernetzt IT-Leiter Thomas Dols achtet sehr auf die höchsten Sicherheitsstandards in seinem Netzwerk. (© 2015 Eric Remann)

Sicherheit aus der Private Cloud

Ein wichtiger Aspekt war das Thema Netzsicherheit, genauer gesagt der Schutz der Daten, die übers Internet verschickt werden "Wir sind keine Sicherheitsspezialisten", sagt Thomas Dols. "Unsere Kernkompetenz ist der Handel mit Möbeln. Deshalb haben wir uns hier Experten geholt, die das für uns übernehmen."

Schaffrath hat die Internetausstiege der Filialen nicht nur zentralisiert, sondern außerdem in die Private Cloud verlagert. Die dazugehörige Lösung heißt "Managed Security" und ist Teil des "Managed IT-Services"-Portfolios. Das heißt in der Praxis: Der gesamte Datenverkehr von Schaffrath wird im Rechenzentrum mit Standort Deutschland auf Viren, Würmer und Schadsoftware gefiltert – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. "Im Grunde ist so ein System schon recht pflegeleicht“, sagt Dols. "Aber wenn mal ein Fehler auftritt ist es wichtig, schnell genau das Richtige zu tun." Dafür sorgen die Security-Experten der Telekom, die rund um die Uhr bei Fragen zur Verfügung stehen.

Sie haben den Möbelhändler außerdem bei der Umstellung auf die Cloud unterstützt. Der Weg in die Wolke fand Schritt für Schritt statt, angefangen mit einzelnen Pilotgeräten bis hin zur Umstellung des gesamten Geräteparks wie PCs, Server und EC-Cash-Terminals. Heute wird der Datenverkehr von Schaffrath rund um die Uhr betreut. So kann Schaffrath sicher sein, dass mit den sensiblen Kundendaten nichts passiert. Und die Mitarbeiter haben Zeit für das, was sie am besten können: Wohnträume verkaufen.

Sicher vernetzt 40.000 Quadratmeter misst allein das Haupthaus der Schaffrath-Gruppe in Mönchengladbach. Insgesamt betreibt die Unternehmensgruppe 11 Standorte im Rheinland, die alle miteinander vernetzt sein wollen. (© 2015 Eric Remann)