Warmes Bad, Strom für den Computer oder heißes Wasser zum Kochen – ohne Energie läuft in unserer modernen Stadtgesellschaft fast gar nichts. Energiehändler wie die Trianel GmbH aus Aachen sorgen dafür, dass Strom und Gas jederzeit und ausreichend zur Verfügung stehen. „Wir sind Energie-Netzwerker“, erklärt IT-Compliance und Providermanager Christian Mellen. „Kleine Stadtwerke können sich oft keine eigenen Energiehändler leisten. Diese Aufgabe übernehmen wir für sie.“ In dieser Form arbeitet Trianel bereits mit 120 Partnern aus dem kommunalen Bereich, die zusammen über sechs Millionen Menschen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden mit Energie versorgen. Doch das Unternehmen mit Hauptsitz in Aachen handelt nicht nur, sondern ist selbst Betreiber – etwa von Gasspeichern, Windkraftanlagen und Gas- und Kohlekraftwerken.

Sichere Leitungen Sven Becker und Dr. Jörg Vogt leiten die Geschäfte bei Trianel. (© 2015 Trianel)

Neuer Standort – neue Leistung

Das Konzept als Erzeuger und Händler geht auf: Trianel ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Deshalb wollte der Energiehändler seine verschiedenen Standorte in Aachen konsolidieren und alle Mitarbeiter in ein nagelneues Gebäude umziehen lassen.

Doch nicht nur die Kollegen mussten umziehen, auch die gesamte IT inklusive Internetanbindungen galt es am neuen Standort zu installieren. Im Fall von Trianel nicht ganz so einfach, denn der Energiehändler beschloss, die Datenanbindung zwischen Zentrale und Rechenzentrum neu auszuschreiben. Im Rechenzentrum werden wichtige Anwendungen von Trianel gehostet wie eine spezielle Energiewirtschaftssoftware, die die Energiehändler täglich nutzen. Darüber hinaus suchte Trianel auch einen Dienstleister, der das Firmen-LAN beziehungsweise WLAN am neuen Standort aufbaut und betreut.

Wir haben einen Datendurchsatz zum Rechenzentrum von 100 Megabyte pro Sekunde, 24 Stunden am Tag.

Christian MellenIT-Manager

Der eigentliche Arbeitsplatz der Händler ist der sogenannte „Trading Floor“ in der Zentrale. Hier schlägt das Herz des Energiedienstleisters. Die Mitarbeiter feilschen rund um die Uhr mit Preisen und jonglieren mit Energiemengen. Klar, dass im Hintergrund eine blitzschnelle Datenleitung rund um die Uhr zur Verfügung stehen muss. Sonst steht das Geschäft still. „Wir haben einen Datendurchsatz zum Rechenzentrum von aktuell 100 Megabyte pro Sekunde – und das 24 Stunden, 365 Tage im Jahr“, sagt Mellen. Trianel wollte außerdem eine weitere Leitung als Backup einrichten, falls die erste ausfällt. „Beide Leitungen müssen physikalisch unabhängig voneinander laufen“, sagt Mellen. Außerdem legt Trianel besonderen Wert auf schnelle Servicezeiten.

Schnelles und sicheres Netz

Die passende Lösung für alles lieferte die Deutsche Telekom: Beide Netze – der Zentrale und des Rechenzentrums – sind jetzt über eine 1 GBit/s schnelle EthernetConnect-Anbindung gekoppelt. Der Vorteil: Die Übertragungsraten sowie die Qualität sind stets gleich hoch und geschäftskritische Anwendungen wie die Energiewirtschaftssoftware von Trianel werden priorisiert durchs Netz geschleust. EthernetConnect-Verbindungen sind außerdem besonders sicher. Denn die Daten werden nicht über das öffentliche Internet übertragen, sondern über eine separate, für den Kunden exklusiv geschaltete Leitung.

Als Backup-Leitung installierte die Telekom eine Richtfunkverbindung. Weil es keine direkte Sichtverbindung zwischen Neubau und Gegenstelle gibt, musste die Telekom allerdings mehrere Richtfunkanntennen errichten – zunächst auf dem Dach des Neubaus, dann an der Außenwand eines Möbelmarktes und eine weitere auf dem ehemaligen Standort von Trianel.

Vom alten Standort in Richtung Rechenzentrum wandert die Anbindung wieder in die Erde. Die Signale werden dann über eine Glasfaseranbindung übertragen. „Wir mussten nur einmalig in die Richtfunkstrecke investieren“, sagt Christian Mellen. „Die Antennen am Möbelmarkt müssen nicht mit Strom versorgt werden sondern arbeiten passiv und wir haben mit 350 Mbit/s ausreichend Bandbreite, um unser Geschäft bei einem Ausfall der ersten Leitung am Laufen zu halten.“
Sowohl beim LAN als auch bei den WLAN-Komponenten entschied sich Trianel für Hardware von Cisco. Beim drahtlosen Internet baute die Telekom außerdem ein separates Netz für Gäste auf.

Sichere Leitungen Im Trading Floor der Trianel GmbH dreht sich alles um Energie. Die Mitarbeiter kaufen Strom ein und verkaufen ihn weiter. Für ihre schnellen Entscheidungen müssen sie sich auf die Technik verlassen können. (© 2015 Trianel)

Die Telekom behält das Netz immer im Blick

Doch wer überprüft die Netzqualität? Sowohl bei der EthernetConnect-Anbindung, bei der Richtfunkstrecke als auch beim Firmen-LAN überwachen Telekom-Techniker die Leitungen rund um die Uhr proaktiv. Bei eventuellen Störungen wird Trianel sofort informiert und die Reparatur startet noch bevor der Kunde die Störung überhaupt registriert hat.

Die hohe Zuverlässigkeit und schnelle Reaktion klappen nur, weil das System rund um die Uhr diverse Geräteparameter abfragt. Meldungen der Netzwerkkomponenten empfängt die Telekom über ein spezielles Managementsystem. Kommt es zu einem Fehler, wird er innerhalb von wenigen Stunden behoben. So ist im Falle eines Falles der Handel mit Strom, Gas und Kohle schnell wieder möglich. Aber damit es erst gar nicht soweit kommt, gilt bei Trianel ja das Motto: Doppel hält besser.

 

Sichere Leitungen Trianel handelt nicht nur mit Strom, das Unternehmen aus Aachen erzeugt auch selbst Energie. Die Windpark-Anlage in Badelben/Gerdshagenkommt auf eine jährliche Gesamtleistung von knapp 40.000 Megawatt. Damit können über 11.000 Haushalte mit einem Durchschnittsbedarf von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr versorgt werden. (© 2015 Trianel)