Deutsche Wirtschaft nutzt 3D-Druck besonders stark

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hat 900 Unternehmen in ausgewählten Ländern weltweit zu ihrer Nutzung des 3D-Drucks befragt, darunter auch 200 deutsche Firmen. Das Ergebnis: Die deutschen Unternehmen sind führend auf dem Gebiet, ganze 37 Prozent haben bereits 3D-Drucker im Einsatz, 12 Prozent planen die Nutzung. Andere Industrienationen sind beim Einsatz der Technologie noch zurückhaltender: In China und Südkorea nutzen zum Beispiel 24 Prozent aktuell die Möglichkeiten des 3D-Drucks, in den USA 16 Prozent. Weltweit werden rund 10 Milliarden Euro Umsatz mit 3D-Druck gemacht, davon eine Milliarde in Deutschland. Andreas Müller, Partner bei Ernst & Young, betont die Bedeutung für deutsche Unternehmen:

"3D-Druck ist wie gemacht für die innovative, deutsche Wirtschaft. Die Technologie erlaubt den Unternehmen die Herstellung kleiner Stückzahlen, kostengünstiger Prototypen und die Anwendung neuer Materialien. Der hohe Anteil der deutschen Unternehmen, die 3D-Druck bereits nutzen, zeigt: Die hiesige Wirtschaft ist neuen Technologien gegenüber offen."

Vielen Unternehmen sind die Anschaffungskosten zu hoch

Der Einsatz von 3D-Druck scheitert in vielen Unternehmen aber an den hohen Kosten, die mit einer Anschaffung verbunden sind. Knapp 40 Prozent der Firmen nannten diese als Hindernis und knapp 20 Prozent befürchteten hohe Betriebskosten. Besonders für kleinere Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 100 Millionen Euro sind die Anschaffungskosten ein Problem. Für 28 Prozent der Unternehmen stellt aber auch fehlende Expertise einen Hinderungsgrund dar.

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