Die Zukunft von 3D-Druck im Hausbau?

Dieser Roboter war fleißig. Nur 13,5 Stunden dauerte es, dann hatte er im Alleingang eine doppelwandige Kuppel hochgezogen. Beigebracht hat ihm das die Architektin Neri Oxman. Sie führt die Mediated Matter Group am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und arbeitet mit ihrem Team am 3D-Druck im Hausbau.

Ein Gebäude aus Schaumstoff

Ein Ergebnis ihrer Forschung ist ein System aus einem AT40GW Aerial Lift System und einem Kuka Agilus KR 10 R1100 sixx WP Elektro-Roboterarm. Die Kombination ergibt ein automatisches Bausystem, das Daten aus seiner Umwelt registriert und autark an seinem Standort Gebäude errichtet. In diesem Fall war das eine Kuppel. Als Baumaterial kamen unterschiedliche, aushärtende Polyurethan-Schaumstoffe zum Einsatz. Diese versprühte der Roboter spiralförmig übereinander, sodass aus ihnen quasi ein Iglu entstand. Dessen Durchmesser beträgt 13,6 Meter, seine Höhe 3,7 Meter.

Autark dank Solarkraft

Ein Laser nahe der Spritzdüse verfolgt die Position des Arms präzise und sendet die Daten an einen Computer. Dieser kontrolliert schließlich den gesamten Bauprozess. Die Energieversorgung funktioniert per Solarzellen und Batterien. Das ermöglicht vielfältige Einsatzbereiche auch abseits der Verfügbarkeit von Stromnetzen.

Dieses beziehungsweise ein ähnliches System könnte in die Zukunft weisen. Damit rückt der Traum vom 3D-Druck im Hausbau näher. Mit der gezeigten Vision sind großflächige Strukturen machbar und schnell herstellt.