Mediated Matter: 3D-Drucken mit Glas

Ob Keramik, Kunststoff oder sogar Metall – die Materialien, die 3D-Drucker zu neuen Objekten verarbeiten, sind vielfältig. Nun kommt mit Glas ein weiterer Werkstoff hinzu. Möglich macht das ein neues Verfahren zum 3D-Drucken, das Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Mediated Matter am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt haben.

GLASS von Mediated Matter Group auf Vimeo.

Beim sogenannten Glass 3D Printing (G3DP) erreicht das durchsichtige Material in einer Schmelzkammer eine Temperatur von etwa 1.000 Grad. Anschließend wird die geschmolzene Masse ähnlich wie beim Schmelzschichtungsverfahren (Fused Deposition Modeling, FDM) über eine Düse aufgetragen. Das Ergebnis sind kunstvolle Objekte, die 2016 in einer Ausstellung im Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum in New York zu sehen sind.

Neue Technologie noch ausbaufähig

Aktuell wird an der Weiterentwicklung der neuen Technik zum 3D-Drucken gearbeitet: Bislang läuft das Glas nämlich noch wenig kontrollierbar aus den Düsen und sorgt für vergleichsweise dicke Schichten, die etwa 4,5 Millimeter hoch und acht Millimeter breit sind. Ist dafür eine Lösung gefunden, sollen auch filigranere Objekte produziert werden können.

Weiterführende Links:

  • Weitere Informationen zur Zukunftstechnologie 3D-Drucken erhalten Sie bei mDM.
  • Das beeindruckende Video zum 3D-Druck in Farbe, das jüngst das Fraunhofer-Institut veröffentlicht hat, haben wir Ihnen ebenfalls bei mDM vorgestellt.