Adidas will Kosten einsparen

Adidas produziert heute vornehmlich in Asien, vor allem in China und in Vietnam. Das könnte sich schon bald ändern. Die ersten Grundsteine für den Wandel werden 2016 gelegt. Denn dann will der Sportartikelmagnat die ersten 500 Paar Laufschuhe in Ansbach, nahe des bayrischen Hauptquartiers produzieren. Warum? Zum einen will er die Arbeitskosten senken – die Löhne in Asien steigen zunehmend. Zum anderen erreichen die Schuhe so ihre modebewussten Verbraucher schneller und die Transportkosten  fallen.

Roboter sollen individuelle Kundenwünsche erfüllen

Die Besonderheit: Die Schuhe sind "robot-made". Soll heißen, sie werden von Produktionsrobotern angefertigt. Adidas' CEO Herbert Hainer ist von der der Idee überzeugt wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet:

" Ein automatisiertes, dezentrales und flexibles Herstellungsverfahren ermöglicht viel näher an den Markt und unsere Verbraucher heranzurücken."

Bei der Umsetzung soll der mittelständische Spezialmaschinenbauer Manz helfen. Bereits im Oktober hat Adidas mit der Reutlinger Firma eine Kooperation geschlossen. Das Ziel: Die Produktionsroboter sollen künftig soweit fortgeschritten sein, dass sie binnen kürzester Zeit individuelle Kundenwünsche direkt in den Adidas-Läden umsetzen können.

Weiterführende Links:

  • Roboter können noch viel mehr: Star Technologies beispielsweise hat kleine Helfer entwickelt, die Waren von A nach B liefern.
  • Technik der Zukunft: Diese 10 Trends sehen die Marktforscher von Gartner für die Zukunft.