Chip leitet Daten per NFC an Mobilgerät weiter

Wie lange darf ich in der Mittagspause noch in der Sonne liegen? Ein kleiner Chip, der auf die Haut aufgeklebt wird, weiß es. Dieser ist aus dünnem, elastischem Kunststoff hergestellt. Auf dem Material befinden sich außerdem Schaltkreise, Sensoren sowie kleine Leuchtdioden (LED). Damit der Gesundheitschip aktiviert wird, benötigt sein Nutzer ein Mobilgerät mit Near Field Communication (NFC). Der Funkstandard ermöglicht die Kommunikation zwischen Chip und Handy. Außerdem dient er als Stromquelle für den Chip, wie seine Entwickler in der Fachzeitschrift "Science Advances" schreiben.

Vitaldaten als Indikatoren für das gesundheitliche Befinden

Sobald der Chip aktiviert ist, leuchten die LEDs auf der Haut. Die Sensoren dienen der Datenansammlung: Sie erfassen beispielsweise ultraviolette Strahlung auf der Haut, die Temperatur, Hautfarbe, Herzfrequenz und den Sauerstoffgehalt im Blut. Die Daten werden per NFC an das Mobilgerät übertragen und dienen dort als Grundlage für den Gesundheitscheck. Wie fit ein Mensch ist, kann man etwa anhand von Herzfrequenz, Hauttemperatur und Sauerstoffgehalt im Blut bestimmen. Das Maß an UV-Strahlung ist ein Indikator für das Sonnenbrandrisiko.

Der Gesundheitschip wurde von den US-Forschern der Universität von Illinois at Urbana-Champaign unter der Leitung von John Rogers entwickelt. Das Team hat bereits in der Vergangenheit mit solchen elastischen Chips – auch als Stretchable Electronis oder Epidermal Electronic System (EES) bekannt – Aufmerksamkeit erregt, wie unter anderem "Golem" berichtete. Das System soll nun an Probanden in einem Schlaflabor getestet werden.

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