Uber-Daimler-Coup für autonomes Fahren

Selbstfahrende Autos sind zwar in aller Munde, aber – außer zu Testzwecken – noch nicht auf den Straßen erlaubt. Das dürfte sich in den nächsten Jahren ändern. Auf diese Zeit bereiteten sich Uber und Daimler mit einer Partnerschaft vor. Die sieht so aus: Der deutsche Autokonzern stellt dem US-amerikanischen Online-Vermittler zur Personenbeförderung Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz zur Verfügung. So verkündete es Uber jetzt in seinem Online-Newsroom. Dort heißt es über autonomes Fahren:

"Natürlich schaffen wir das nicht alleine. Autohersteller wie Daimler sind von entscheidender Bedeutung für unsere Strategie, weil wir keinerlei Erfahrung in der Fahrzeugproduktion besitzen – und Autos zu bauen, ist wirklich schwer."

Mercedes-Benz-Modelle per App

Statt selbst Automobile zu fertigen, setzt Uber also auf die Wagen von Mercedes-Benz, die sich künftig per App anfordern lassen. Es gibt damit keine Zusammenarbeit hinsichtlich der technologischen Entwicklung der Fahrzeuge selbst. Darin sammelt Daimler schon länger Erfahrungen – auch in den USA. So hat das Unternehmen vom Bundesstaat Nevada eine Testlizenz für selbstfahrende Autos der Mercedes-Benz E-Klasse erhalten. Auch Uber forscht auf amerikanischen Straßen. Konkret geht es dabei auch um einen sich selbst steuernden LKW, den der Taxi-Konkurrent mit einem speziellen Bausatz für autonomes Fahren ausstattet.

Weiterführende Links:

  • Auch Daimler-Konkurrent BMW arbeitet an selbstfahrenden Autos und setzt dabei ebenfalls auf Kooperationen. Noch 2017 sollen in Europa und den USA 40 Wagen erprobt werden.
  • Tesla Motors drückt auf die Tube und will in wenigen Monaten seine Elektroautos für teilautonomes Fahren fit machen.