Big Data: Wer ist vertrauenswürdig?

Wenn Unternehmen Geschäftsmodelle mit Big Data entwickeln, sind sie auf bereitwillig überlassene Daten der Konsumenten angewiesen. Doch die Deutschen vertrauen bei der Analyse ihrer Gewohnheiten längst nicht allen. Einen sorgsamen Umgang mit ihren Daten erwarten drei Viertel der Bürger voll und ganz beziehungsweise eher von Krankenkassen (76 Prozent), Finanzämtern (73 Prozent) und Ärzten (73 Prozent).

Im Mittelfeld des Vertrauensindexes liegen Kreditkartenunternehmen (49 Prozent), Einzelhändler (44 Prozent) und Versicherungen (41 Prozent). Lediglich jeder Fünfte glaubt, dass Internetanbieter mit persönlichen Daten sorgsamen umgehen. Dies belegen die Zahlen des Data Monitors 2015, den der Software-Anbieter Sas erstellt hat.

Analyse des Fahrverhaltens

Big Data sei Dank – eine Telematik-Box kann das Fahrverhalten im Auto genau analysieren. Bei vorsichtiger Fahrweise wird der Fahrer mit einem günstigen Versicherungstarif belohnt. Rund 32 Prozent der Deutschen würden so einen Dienst bestimmt oder wahrscheinlich nutzen. Fast genau so viele (30 Prozent) lehnen die Telematik-Box im Auto ab.

Offener sind die Befragten bei der Datenübermittlung von der Krankenversicherung an eine Arztzentrale. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) akzeptiert ein solches Angebot, wenn Ärzte dadurch bei gesundheitlichen Problemen Empfehlungen aussprechen. Rund 14 Prozent lehnen einen solchen Datenaustausch ab.

Geld spielt kaum eine Rolle

Interessant: 70 Prozent der Deutschen würden ihre Kaufverhaltens- und Gesundheitsdaten nicht mal für Geld hergeben. Die Weitergabe von persönlichen Informationen ist somit stark mit der Glaubwürdigkeit einer Institution beziehungsweise eines Unternehmens verbunden.

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