VW will Tesla durch günstigen Preis ausbremsen

Der VW I.D. soll 7.000 bis 8.000 Dollar preiswerter werden als der amerikanische Konkurrent von Tesla. Dessen Model 3 wird 35.000 Dollar (umgerechnet knapp 31.000 Euro) kosten und ist das erste Auto des Herstellers für den Volumenmarkt. VW-Markenchef Herbert Diess erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Da werden wir ihn stoppen, an der Linie von 30 000 Euro.“ Die Preisoffensive will VW-Chefstratege Thomas Sedran hauptsächlich durch stark sinkende Preise bei den Batterien ermöglichen. Nach seiner Prognose werden die Kosten von aktuell bis zu 200 Euro pro Kilowattstunde auf unter 100 Euro fallen.

Billiger durch Batteriepreise und neue Konstruktionsplattform

Neben den Batteriekosten soll der sogenannte Modulare Elektrobaukasten (MEB-Plattform) die Kosten für den I.D. senken. „Wir kriegen dann ein Fahrzeug mit den Außenabmessungen des Golf, dem Interieur eines Passat und den Fähigkeiten eines Tesla zum Preis eines Diesels“, so Herbert Diess zur dpa.

2020 will der Volkswagen-Konzern sein E-Auto I.D. auf den Markt bringen. Für den Elektro-VW ist bei einer Leistung von 175 PS (125 kW) eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern geplant. Mit dem I.D. steht VW  in einer Reihe mit BMW, dessen 3er-eDrive ebenfalls direkt gegen Teslas Model 3 zielt. Insgesamt plant das Wolfsburger Unternehmen, bis zu 30 vollelektrische Fahrzeuge anzubieten, und will ab 2025 jährlich eine Million E-Autos verkaufen.