So funktioniert das Verfahren

In den braunen Bohnen steckt mehr als nur ein Muntermacher – doch wer hätte gedacht, dass sich daraus Kraftstoff gewinnen lässt? Wissenschaftler der englischer Universität Bath fanden genau das heraus: Sie nutzen den Kaffeesatz, um daraus Diesel zu erzeugen. Dafür extrahieren sie das in den Kaffeepulverresten vorhandene Öl und wandeln es durch einen chemischen Prozess – genannt "Umesterung" – in Biosprit um.

Der ehemalige Architekturstudent Arthur Kay machte sich diese grüne Entdeckung zunutze und gründete das Unternehmen "bio-bean". Seine Firma bezieht den Rohstoff für die Energieverwandlung von Londoner Cafés. Diese produzieren sage und schreibe 200.000 Tonnen Kaffeesatz jährlich. Würde die gesamte Menge in Energie umgewandelt werden, ließen sich damit 729.000 Tonnen CO2  sparen, berichtet das Portal "Wiwo Green".

Biosprit aus Kaffeesatz – eine Idee mit Zukunft

Bisher werden jährlich nur zwei Prozent des Kaffeeabfalls aus Londoner Cafés zur Energieumwandlung genutzt. Arthur Kay hat jedoch Großes vor: Er will weitere Standorte in Brasilien, Deutschland und den USA aufbauen. Seine grüne Innovation findet großen Anklang, denn letztlich profitiert nicht nur die Umwelt davon, sondern auch die gesamten Cafés, Restaurants und Ketten, die Kaffeereste produzieren. Sparfaktor: In Ländern wie Großbritannien müssen Unternehmen für die Entsorgung des Kaffeeabfalls bezahlen. Wird dieser von anderen Firmen eingesammelt, können Kosten verringert werden.

Weiterführende Links:

  • Sie möchten mehr über das grüne Unternehmen "bio-bean" erfahren. Dann schnuppern Sie doch mal auf der Website.
  • Biosprit lässt sich ebenfalls aus Bier-Abfall produzieren. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.