Digitalisierung unter den Koalitionsparteien nur ein Randthema

Der Digitalverband Bitkom hat die möglichen Regierungspartner CDU/CSU und SPD hinsichtlich ihres Fahrplans zur Digitalisierung kritisiert. Sie würde zu einem Randthema degradiert, dabei sei die Transformation der Unternehmen "Deutschlands Schicksalsfrage", wie es Bitkom-Präsident Achim Berg ausdrückte.

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Die Entwicklung einer Strategie für das digitale Zeitalter dürfe nicht aus den Augen verloren werden – doch genau das drohe laut Bitkom derzeit, da die Sondierer der GroKo in ihren Verabredungen zur Digitalpolitik nur Stückwerk liefern würden. Das im Abschlussdokument festgehaltene Versprechen, den "digitalen Wandel von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft für alle Menschen positiv zu gestalten", sei nicht erkennbar.

Digitalisierung: Das fordert Bitkom

Konkret kritisiert Bitkom, dass die Digitalisierung nur ein Punkt unter vielen sei und nicht ausreichend digitale Akzente gesetzt werden würden. In dem vom Digitalverband vorgelegten Programm „Digital für alle“ stehen eine Reihe von Vorschlägen zur Digitalisierung von Bildung, Arbeit, Infrastrukturen, E-Government und der Wirtschaft:

  • Gründung einer Bundeszentrale für digitale Bildung
  • Weiterentwicklung von Deutschlands Schulen zu Smart Schools durch Vermittlung von Digitalkompetenzen
  • Aufbau eines Forschungsinstituts „Berufe mit Zukunft“
  • mehr Flexibilität und neue Erwerbsformen aufgrund des Wandels der Arbeitswelt
  • flächendeckende Verfügbarkeit von Gigabit-Infrastrukturen bis 2025 
  • konsequente Digitalisierung der Verwaltung
  • digitale Schlüsseltechnologien fördern
  • Institution eines Digital-Staatsministers