Blackberry Smartphones ohne Blackberry

Blackberry Smartphones wird es weiter geben, bauen wird sie aber nicht mehr Blackberry selbst, sondern der chinesische Hardware-Spezialist TCL Communication Technology. Damit macht das kanadische Unternehmen einen weiteren Schritt in der Transformation vom Hersteller eigener Geräte hin zum Software-Anbieter von Sicherheits- und Softwarelösungen.

Die Partnerschaft mit TCL ist nicht neu. Die Chinesen haben schon in der Vergangenheit Blackberry Smartphones gefertigt, zum Beispiel die Modelle DTEK50 und DTEK60. Beide laufen mit einem Android-Betriebssystem. Allein das ist schon ein Anzeichen für den Niedergang der Marke Blackberry, deren Mobile Devices ursprünglich mit einer selbstentwickelten Software ausgestattet waren. Noch 2009 lag das Unternehmen mit einen Marktanteil von 20 Prozent auf Platz zwei der Branche, hinter Nokia. Heute bewegt sich der Wert unter einem Prozent und damit praktisch in der Bedeutungslosigkeit.

TCL ist ein Global Player

Trotzdem rechnet sich TCL Communication Technology offenbar Chancen aus, das Ruder herumzureißen und hat sich die Lizenz an der Marke Blackberry gesichert. Das chinesische Unternehmen stellt künftig nicht nur die Smartphones her, sondern kümmert sich auch um deren Vertrieb und den Kundenservice. In den neuen Geräten wird allerdings – neben der Android-Plattform – auch weiterhin Software von Blackberry stecken. TCL ist einer der weltweit zehn größten Hersteller von Smartphones. Aus dieser Branche wollen die Kanadier aussteigen und sich nun auf Sicherheits- und Business-Software konzentrieren.

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