Digitalisierung im Aufschwung – bald auch in kleinen Betrieben

Industrie 4.0 ist für Großkonzerne ein wichtiges Thema. Aber klar – auch kleine und mittlere Betriebe profitieren von der Digitalisierung. Wie genau, das sollen vom Bund finanzierte Unternehmensberater nun aufzeigen. Zur helfenden Brigade zählen Experten der Zenit GmbH, dem Zentrum für Innovation und Technik in Mühlheim, sowie der Dortmunder Materna GmbH.

Leider kann nicht jedes Unternehmen am Pilotprojekt teilnehmen. Laut der "WAZ" konzentriert sich das Wirtschaftsministerium auf Betriebe in Sachsen und im Ruhrgebiet, die nicht mehr als 100 Arbeitnehmer beschäftigen. Der Bund trägt dabei bis zu 75 Prozent der Kosten für Beratung und Installation von Software für die Digitalisierung. Das Projekt ist zunächst bis zum Ende des Jahres angesetzt.

Mit der Google-Brille mehr Durchblick in puncto Digitalisierung

Und wie gestaltet sich die Hilfe der Berater im Konkreten? Ein Beispiel: Laut Zenit-Berater Michael Guth können Gießereien die Google-Brille einsetzen. Denn beim manuellen Eisengießen entsteht zu viel Ausschuss. Der Clou der Brille: Sie könnte den Mitarbeitern die optimalen Gießprozesse per Video direkt vor Augen führen. Alternativ gehe das auch mit einem handelsüblichen Tablet-PC und einer entsprechenden Software, so Guth.

Noch lassen gerade kleine Betriebe im Digitalisierungsprozess viel Potenzial liegen. Ein möglicher Grund dafür könne sein, dass viele Mittelständer die Kosten-Nutzen-Abwägung nicht überblickten. Weiterhin fehle Ihnen die Kenntnis über nutzeneffiziente Technologien, so der Zenit-Berater. Dieser Missstand soll sich mithilfe des Pilotprojekts langsam aber sicher ändern.

Weiterführende Links:

  • Sie sind sich immer noch unschlüssig darüber, was die Digitalisierung eigentlich bringt? Dann sollten Sie diesen Ratgeber nicht verpassen.
  • Weitere interessante Argumente für die Industrie 4.0 liefern Stefan Wrobel vom Fraunhofer IAIS und Frank Riemensperger vom IT-Beratungsunternehmen Accenture im mDM-Video.