Kaufanreize für Elektroautos in Planung

Private und vielleicht auch gewerbliche Käufer von Elektroautos können möglicherweise bald mit bis zu 5.000 Euro Umweltbonus rechnen. In der Arbeitsgruppe Elektromobilität, an der die Ministerien für Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und Finanzen beteiligt sind, wird eine solche Kaufprämie als Vorschlag favorisiert, um mehr Verbraucher zum Kauf eines Elektroautos zu bewegen. Das Förderprogramm würde ein Volumen von 700 bis 800 Millionen Euro haben. Zusätzlich soll die Ladestruktur weiter ausgebaut und so den Fahrern solcher Modell eine zuverlässige Versorgung ermöglicht werden.

Finanzierung der Kaufprämie über die Mineralölsteuer?

Zur Gegenfinanzierung dieses Förderprogramms ist eine höhere Mineralölsteuer im Gespräch. Sie soll um einen Cent pro Liter angehoben werden, wodurch Einnahmen von 500 bis 600 Millionen Euro möglich wären. Den einzelnen Fahrer würde das im Schnitt aber nur mit weniger als zehn Euro im Jahr belasten. Eine Alternative könnte auch eine Heraufsetzung der Kfz-Steuer für Autos mit hohem CO2-Ausstoß sein. Hier gibt es allerdings Widerspruch seitens der Automobilindustrie.

Ziel: Bis 2020 eine Million Elektroautos

Bereits die schwarz-gelbe Regierung hatte das Ziel formuliert, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu haben. Davon sind die aktuellen Zahlen aber noch weit entfernt: Nur 40.000 Autofahrer haben sich bislang für einen Stromer entschieden. Die Subventionen sollen nun für einen deutlichen Anstieg sorgen. In Kalifornien war diese Strategie schon erfolgreich: In den vergangenen Jahren wurden dort über 100.000 subventionierte Elektroautos gekauft.

Weiterführende Links:

  • Innovativ: Das Fraunhofer-Institut bringt induktives Laden für Elektroautos voran.
  • mDM zeigt Ihnen, wie Sie im Unternehmen an Energie sparen und dadurch Kosten senken.