Längst sind Smartphones zum unverzichtbaren Begleiter im Alltag geworden. Doch so schick iPhone 6S, Galaxy S7 Edge oder Huawei P9 auch sind, im rauhen Einsatz auf Baustellen oder in der Werkstatt fehlt es den Edelgeräten an der notwendigen Robustheit. Nicht so mit dem CAT S60, gefertigt von CatPhone, einer Tochter des für tonnenschwere Baumaschinen und sichere Kleidung bekanntem US-Herstellers CATerpillar. CatPhone verspricht, dass das S60 Stürze von bis zu 1,80 Metern Höhe (auch auf Beton) überstehen und selbst Tauchgänge in bis zu fünf Meter tiefem Salzwasser wegstecken kann.

Robustes Kerlchen

Das rund 230 Gramm schwere CAT S60 fühlt sich extrem robust und hochwertig an. Es liegt solide und rutschfest in der Hand. Das Display lässt sich übrigens auch mit nassen Fingern oder Handschuhen problemlos bedienen. Alle potentiellen Schwachstellen für Staub oder Wasser sind zuverlässig abgedichtet. Die SIM- und microSD-Karte liegen etwa hinter einem, mit Dichtungen abgesicherten, und sicher schließenden Deckel. Dieser befindet sich leicht zu erreichen auf der Rückseite.

Das S60 bietet sicheren Schutz von allen Seiten. Das S60 bietet sicheren Schutz von allen Seiten. (© 2016 CatPhone.)

Dort lässt sich auch die Speicherkarte flugs herausnehmen, beispielsweise um hochauflösende Videos oder Fotos von Kundenprojekten ohne Umschweife ins Firmennetz zu überspielen. Oder die Handykarte um das CatPhone gleichzeitig beruflich sowie privat nutzen zu können. Kopfhörer- und USB-Anschluss liegen genau wie ein SOS-Knopf ebenfalls hinter Abdeckungen, die sich ohne nerviges Gefummel leicht öffnen lassen.

Apropos SOS-Knopf: Mit nur einem Tastendruck kann darüber der aktuelle Standort übermittelt werden. Der Notruf wird dann an eine vorher festgelegt Stelle gesendet, die dann beispielsweise Hilfe schickt.

Damit das Gerät auch Stürze aus 1,80 Meter Höhe auf Beton übersteht, hat CatPhone das S60 mit einem Druckgussgehäuse aus Aluminium versehen, das dem anspruchsvollen Militärstandard 810G (gültig für Stöße und Stürze) entspricht. Das Display besteht aus kratzfestem, Corning Gorilla Glass der Kategorie 4.

Im Anwendertest richteten selbst mehrere Stürze aus Höhen um 1,80 Meter keinen Schaden am Gerät an. Es funktionierte danach alles ohne Einschränkungen.
Nach der Industrienschutznorm IP68 ist das S60 zusätzlich vor Staub und Eintauchen in Wasser geschützt. CatPhone geht beim seinem robusten Handy aber noch weiter als es die sowieso schon sehr anspruchsvolle Norm vorsieht: Der Hersteller verspricht den Nutzern das „weltweit wasserdichteste Smartphone überhaupt“.

Eingetaucht in Wasser für eine Zeitdauer von bis zu einer Stunde in einer Tiefe von bis zu fünf Metern sei das Gerät voll funktionsfähig, so der Hersteller – selbst nach Tauchgängen in Salzwasser. Dazu müssen aber zunächst die Telefonfunktionen per Hardware-Regler am Gerät abgeschaltet werden. Nur die Kamera und der LED-Blitz bleiben noch funktionsbereit, etwa für Unterwasser-Videoaufnahmen in Full-HD („1080p“).

Die Wärmebildkamera des CAT S60 im Einsatz. Die Wärmebildkamera des CAT S60 im Einsatz. (© 2016 CatPhone)

Wärmebildkamera: Die Anwendungsszenarien

Damit das Smartphone Temperaturunterschiede anzeigen kann, steckt eine Wärmebildkamera des Herstellers FLIR, dem Weltmarktführer im Bereich der Wärmebildtechnik, im Gerät. Mit der neuartigen Thermal-Kamera kann man schon viel machen: Handwerker können zum Beispiel an Türen oder Fenstern undichte Stellen aufspüren, an denen die Wärme entweicht. Das CAT S60 kann auch defekte Wasserrohre oder den exakten Verlauf von Stromleitungen anzeigen .

Die Feuerwehr visualisiert mit dem Outdoorhandy Wärmestellen und damit weitere mögliche Brandherde. Das CAT S60 unterstützt zudem die Gastronomie und misst beim Kochen und Grillen die Hitzeentwicklung der verschiedenen Schichten oder überprüft, ob bei Nahrungsmittellieferungen die Wärme- oder Kühlkette eingehalten wurde. Auch KFZ-Mechaniker oder der TÜV können mit dem CAT S60 die Wärmeentwicklung von Motoren oder Bremsen sichtbar machen. Jäger orten Wild mit ihrem Smartphone sogar bei absoluter Dunkelheit. Selbst bei Nebel oder Rauch ist das CAT S60 einsatzfähig und kann bei einem Abstand von bis zu 30 Metern noch Oberflächentemperaturen messen.

Seitenansicht mit frei belegbarer Taste (der goldene Knopf links) und SOS-Button (steckt unter der Schutzabdeckung. Seitenansicht mit frei belegbarer Taste (der goldene Knopf links) und SOS-Button (steckt unter der Schutzabdeckung. (© 2016 CatPhone)

Frei programmierbare Taste

Wie ein Relikt aus längst vergessener Zeit erscheint die mit einer beliebigen Anwendung belegbare Hardwaretaste am linken Gehäuserand, etwa um die eingebaute Taschenlampe einzuschalten oder für den Schnellstart der App für die Wärmebildkamera. Nokia & Co. lassen grüßen. Warum ist darauf in der Smartphone-Ära bislang eigentlich noch kein Hersteller gekommen? Im Alltag bringt das ungemein viel, besonders wer in stressigen Situationen schnell eine häufig genutzte Funktion aktivieren möchte.

Nur Hartphone oder auch Smartphone?

Das CAT S60 ist mitnichten „nur“ ein robustes Arbeitstier: Unter der harten Aluminiumhülle läuft die aktuelle Android-Version 6.0.1. Angetrieben wird es von einem Snapdragon 617-Prozessor, dessen acht Kerne mit je 4 x 1,5 sowie 4 x 1,2 Gigahertz flott getaktet sind. Der Arbeitsspeicher misst drei Gigabyte. Das bedeutet für die Praxis: Alle Apps starten flott, die Bedienung des CatPhones läuft flüssig.

Das CAT S60 besitzt ein 4,7-Zoll-Display (Diagonale: 11,94 Zentimeter) mit HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel). Dank der vergleichsweise moderaten Bildschirm-Maße lässt sich das CAT (trotz seiner recht beachtlichen Abmessungen von 14,8 x 7,3 x 1,3 Zentimeter) gut mit nur einer Hand bedienen. Das Display kommt auf eine Bildpunktdichte von 312 ppi, das ergibt ein entsprechend scharfes Bild. Das IPS-Display erlaubt außerdem eine einwandfreie Draufsicht aus allen Perspektiven und stellt Farben naturgetreu dar. Die hohe Helligkeit des Bildschirms ist dabei noch besonders hervorzuheben – gerade bei der Verwendung des CAT unter freiem Himmel.

Und sonst? LTE, UKW-Radio, großer Akku, Business-Apps

Steckdosen sind auf Baustellen und Draußen nicht überall verfügbar. Daher ist ein großer Akku, wie er im CAT S60 steckt, umso wichtiger. Mit seinem 3.800 Milliamperestunden reichte der Akku des S60 im Praxistest für mehr als einen Arbeitstag. Das mag zudem auch der stromsparenden Ausstattung (zum Beispiel dem HD- statt Full-HD-Bildschirm) geschuldet sein.

Wird das Headset ins S60 eingesteckt, dient es zugleich als Antenne für den UKW-Radioempfang – auch das ist nicht bei allen Smartphones eine Selbstverständlichkeit.
Für rasante Downloads und den raschen Abruf von E-Mails und Internestseiten greift das Hartphone auf das schnelle LTE-Netz der Telekom. Das S60 unterstützt LTE CAT.4, welches für ein maximales Downloadtempo von 150 Mbit/s sorgt.

Über die App „Toolbox“ finden CAT S60-Nutzer diverse Apps, die für den Arbeitsalltag hilfreich sein können – wie ein Bau- oder ein Elektro-Rechner.

Android 6.0 unter dicker Hülle: Das Hartphone ist natürlich auch ein solides Smartphone. Android 6.0 unter dicker Hülle: Das Hartphone ist natürlich auch ein solides Smartphone. (© 2016 )

Fazit

Hohes Datentempo, Android 6.0.1, schneller Prozessor, großer Arbeitsspeicher und hohe Kamera-Auflösung: Der Smartphone-Hersteller CatPhone sein neuestes Flaggschiff mit zeitgemäßer Technik ausgestattet. Die wichtigsten Merkmale des Geräts sind aber seine extreme Robustheit mit verlässlichem Wasser-, Staub- und Stoßschutz sowie die integrierte Wärmebildkamera. Die auf vergleichsweise kleinem Raum verbaute Linse ist eine bemerkenswerte Innovation, die nicht nur für eine kleine spezielle CAT-Zielgruppe (Handwerker und Bauarbeiter) interessant sein dürfte. Auch für Privatnutzer, Feuerwehr, Mechaniker oder Landwirte gibt es viele interessante Nutzungsszenarien.

Pluspunkte

  • Wasserdicht nach IP68 bis 5 Meter Tiefe für 60 Minuten
  • Eine frei programmierbare Taste, SOS-Taste vorhanden
  • Integrierte Wärmebildkamera von FLIR

  • Sturzsicher bis 1,80 Meter Höhe


Technische Daten

Display (Maße und Auflösung):
4,7 Zoll, Diagonale: 11,94 Zentimeter, Auflösung: 1280 x 720 Pixeln (Schärfewert: 312 ppi)
Abmessungen:
14,8 x 7,3 x 1,3 cm, 232 Gramm

Weitere Ausstattung

  • Qualcomm MSM8952-3-Prozessor, Octa-Core (4 x 1,5 GHz + 4 x 1,2 GHz), 3 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • 32 GB interner Speicher, davon 25 GB frei verfügbar, per microSD-Karte bis 128 GB erweiterbar
  • LTE für alle Frequenzen bis 150 Mbit/s im Download (LTE CAT. 4)
  • Android 6.0.1
  • Hauptkamera: 13 Megapixel (Videoaufnahme in Full-HD „1080p“); Frontkamera: 5 Megapixel für Videotelefonate via Skype
  • NFC für schnelles Koppeln von Geräten per Bluetooth eingebaut
  • GPS-Modul vorhanden

Preise:
75,59€ Netto im Magenta Mobil M Business mit Top-Smartphone

Das CAT S60 bei der Telekom:
www.telekom.de/cat-s60