Menschen können Chatbots nicht folgen

In einem Labor des US-amerikanischen Unternehmens Facebook haben sogenannte Chatbots eine eigene Sprache erfunden und in dieser kommuniziert. Menschen waren nicht in der Lage, den Dialogen zu folgen. Geplant war ein Experiment, bei dem sich zwei Künstliche Intelligenzen (KI) auf Englisch über den Tausch von Gegenständen einig werden sollten. Die Entwicklung einer eigenen Sprache hatten die Forscher dabei nicht vorhergesehen.

Bisher waren Chatbots zwar in der Lage, auf einfache Fragen zu antworten und Aufgaben zu erledigen, wie etwa Kinotickets zu reservieren.  Aber auf Unvorhersehbares zu reagieren oder Kompromisse einzugehen, war den textbasierten Dialogsystemen bisher nicht möglich.

Machen sich KIs von den Menschen bald unabhängig?

Kritiker wie der Physiker Stephen Hawking oder der Tesla-Gründer Elon Musk sehen diese Entwicklung als Warnzeichen, dass Künstliche Intelligenz die menschliche übertreffen und sich vielleicht bald schon von ihr unabhängig machen könnte. Laut Facebook-Forscher Dhruv Batra seien Künstliche Intelligenzen davon jedoch noch weit entfernt. Und auch deren Fähigkeit, eigene Sprachen zu entwickeln, sei nichts Neues. Die Facebook-Chatbots hätten schlichtweg herausgefunden, dass sie besser und schneller verhandeln können, wenn sie von der vorgegebenen Sprache abweichen würden. Das Ziel, einen Chatbot zu entwerfen, der authentisch mit echten Menschen kommunizieren kann, sei damit allerdings verfehlt worden.