Für Cloud-Dienste ist Deutschland erste Wahl

Welches Land bietet aktuell die besten rechtlichen Voraussetzungen für Cloud-Dienste? Dieser Frage ging die Business Software Alliance (BSA) in ihrer „2018 Global Cloud Computing Scorecard“ nach. Die Antwort des internationalen Interessenverbands von Softwareanbietern lautet: Deutschland. Auf Platz zwei landet Japan vor den USA.

Gut in Datenschutz und Infrastruktur

Für die Bundesrepublik als Standort Nummer eins sprechen laut BSA der hierzulande besonders effektive Schutz hinsichtlich E-Commerce und Cyber Security. Auch mit seiner Datenschutzgesetzgebung und der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen punktet Deutschland in der Studie. Ebenfalls sehr gut bewertet wurden das Angebot an internationalen Standards sowie die Interoperabilität der Cloud-Dienste. Für den hiesigen Standort spricht laut BSA außerdem die technische Infrastruktur.

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Allerdings bemängeln die Verfasser der BSA-Studie bürokratische Hürden und hohe Registrierungsanforderungen, weil diese die Kosten treiben. Nachholbedarf sehen sie bezüglich der Sicherheit von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen.

Deutschland hat sich verbessert

Trotzdem belegt der Standort Deutschland im BSA-Ranking die Top-Position mit 84 Punkten. In der vorherigen Studie von 2016 reichte es nur für Platz drei. Japan kommt aktuell auf 82,1 Punkte, die USA erringen 82 Punkte. Am Ende der Liste der 24 untersuchten Länder stehen China (34,7 Punkte), Indonesien (40,7 Punkte) und Vietnam (36,4 Punkte).