Kriminalität im Internet: Zahlenüberblick

Cybercrime ist ein Problem: Das zeigt eine Statistik von "Statista" auf Grundlage der Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA).

Auf den ersten Blick sind die Werte zwischen 2013 und 2014 zwar gesunken, doch die Erklärung hierfür findet sich in der Art und Weise der Erfassung. Im Bundeslagebild zum Thema Cybercrime heißt es dazu:

"Ab dem Jahr 2014 werden Delikte der Cybercrime bundeseinheitlich nur noch in der PKS [Polizeiliche Kriminalstatistik, Anm. d. Red.] erfasst, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine Tathandlung innerhalb Deutschlands vorliegen."

Hier die Zahlen in der Übersicht:

  • 2014 wurden 49.250 Straftaten erfasst
  • 2013 waren es 2013 64.426
  • Das Phänomen Computerbetrug wurde im vergangenen Jahr 22.308-mal beobachtet
  • In den zwölf Monaten zuvor hingegen 23.242-mal

Für das Jahr 2014 wurde zudem registriert:

  • 117.887 Fälle von Datenausspähung
  • 8.009 Fälle von digitaler Fälschung
  • 5.667 Fälle von Datensabotage
  • 2.054 Fälle von gefälschter Zugangsberechtigung

Schaden von Cybercrime: Hohe Dunkelziffer

Cybercrime hat etwas Unwirkliches, der Schaden für Unternehmen ist allerdings sehr real: 2014 belief sich dieser insgesamt auf 39,4 Millionen Euro. Dennoch wird sehr wahrscheinlich nur ein kleiner Teil aller Straftaten erfasst.

Was das heißt? Wie wir berichtet haben, ist jedes zweite Unternehmen bereits Opfer von Datendiebstahl geworden.

Weiterführende Links:

  • In unserem Ratgeber IT-Sicherheit: So schützen Sie Ihr Unternehmen zeigen wir Ihnen, wie Sie sich gegen Cybercrime schützen können.
  • Die Polizei warnte bereits vor digitaler Erpressung, wie die "Welt" berichtet.
  • Hersteller medizinischer Geräte haben laut "Golem" noch Nachholbedarf in Sachen Internetsicherheit.