Grabit nimmt Firmen ins Visier

Zugangsdaten zu Bankkonten, Passwörter und E-Mails – das Schadprogramm Grabit greift sensible Informationen von mittelständischen Unternehmen ab. Laut IT-Experten von Kaspersky Lab sind auch deutsche Firmen aus den Bereichen

  • Chemie,
  • Nanotechnologie,
  • Bildung,
  • Landwirtschaft,
  • Medien und
  • Bauwesen betroffen.

Perfide: Grabit verschickt E-Mails mit einem als Microsoft-Word-Dokument getarnten Anhang. Lädt der Nutzer diesen herunter, wird über einen gehackten Remote-Server ein Spionageprogramm auf dem Rechner installiert. Für die Datenausbeute verantwortlich sind sogenannte Keylogger, die die Tastatur des Benutzers überwachen sowie Fernwartungs-Tools. Über 10.00 Dateien haben die Cyberkriminellen so bereits abgegriffen.

Ido Noar von Kaspersky Lab warnt:

"Grabit führt uns [...] vor Augen, dass innerhalb der Cyberwelt nicht nur die großen Fische, sondern Organisationen jeglicher Größe attackiert werden können, deren Geld, Informationen oder politischer Einfluss für Dritte interessant sein könnte."

Cyberkriminalität: Was Sie dagegen tun können

Mit diesen Tipps gehen Sie gegen die Malware Grabit vor:

  • Enthält Ihr Systembereich "C:\Benutzer\<PC-NAME>\AppData\Roaming\Microsoft“ ausführbare Dateien? Wenn ja, dann ist das ein Hinweis auf eine mögliche Infizierung.
  • Für Windows-Nutzer: Führen Sie den Befehl "msconfig" aus und prüfen Sie, ob Ihre System-Konfiguration "grabit1.exe"-Dateien enthält. Wenn ja, so löschen Sie diese.
  • Vorbeugung: Öffnen Sie niemals Anhänge oder Links von unbekannten Personen.
  • Rüsten Sie sich gegen Hacker und Saboteure, indem Sie auf moderne Antivirenprogramme und IT-Sicherheitslösungen setzen.

 

 

Auch schwache Passwörter sind ein Einfallstor für Hacker. Dieses mDM-Video zeigt, wie Sie sich ein schwer knackbares Passwort erstellen und obendrein noch merken können:


Weiterführende Links: