Regierungsprogramm „Digitale Verwaltung 2020“ evaluiert

Deutschland will Vorbild bei der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung werden. Das Regierungsprogramm „Digitale Verwaltung 2020“ aus dem Jahr 2014 unterstützt Behörden mit konkreten Projekten dabei, die Digitalisierung umzusetzen. Konkret genannt werden Projekte wie die Einführung der elektronischen Akte und elektronischer Rechnungen. Es geht auch um die Möglichkeit, Bürgern und Unternehmen im Internet einen leicht auffindbaren, sicheren Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen bereitzustellen.

Erste Erfolge in dieser Richtung seien schon erreicht, ergab die erste Evaluierung des Berichts über den Umsetzungsstand.  So gebe es bereits elektronischen Zugang zu Dienstleistungen von Behörden, die Termine nun auch online anbieten, barrierefreien Internetzugang sowie elektronische Zahlungsverfahren. 2019 und 2021 sollen zwei weitere Evaluierungen erfolgen.

Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Verwaltung

Wie der Fortschrittsreport der Europäischen Kommission aufzeigt, liegt Deutschland in Sachen digitale Verwaltung nur auf Platz 20 im Ranking der EU-Mitgliedsstaaten. Einer der Bremsklötze für die digitale Verwaltung in Deutschland ist die Sorge um persönliche Daten, ergab die Studie eGovernment Monitor 2016. So gibt es in Deutschland zwar seit 2010 den elektronischen Personalausweis, mit dem sich Bürger digital ausweisen können. Doch die Studie zeigt, dass lediglich vier Prozent der Befragten überhaupt ein Kartenlesegerät besitzen, um die Funktion auch nutzen zu können.