Digitale Transformation stockt, weil Digital Leader fehlen

Damit die digitale Transformation nicht nur Wunschdenken bleibt, bedarf es Digital Leader. Genau an jenen mangelt es jedoch in Unternehmen, wie die Untersuchungen des Kasseler Beratungs- und Analystenhauses Crisp Research und Dimension Data Deutschland zeigen. Demnach haben lediglich sieben Prozent der deutschen Führungskräfte das Zeug dazu, Ihr Unternehmen im Sinne der Digitalisierung zu leiten und zu transformieren.

Laut Einschätzung der Autoren gibt es unter den Befragten keinen bestimmten Personenkreis, der für die Rolle eines Digital Leader prädestiniert ist, wie die "Computerwoche" berichtet:

"Lediglich die CIOs konnten sich aufgrund ihres berufsbedingt ausgeprägten Wissens und ihrer Fähigkeiten rund um neue digitale Technologien als Technologieexperten qualifizieren."

Außerdem seien solche Funktionäre, die sich mit Kundenbeziehungen, Produkten und internen Prozessen auseinandersetzen, für die Position denkbar.

Widersprüchliche Selbsteinschätzungen der angeblichen Digital Leader

Die Aufgabe der Unternehmen besteht laut der Studie darin, den in Frage kommenden Personenkreis zu identifizieren und zu fördern. Nur so könne die digitale Transformation auf strukturierte Weise voranschreiten. Dem jedoch wirkt die fehlerhafte Selbsteinschätzung der Entscheider entgegen. Laut "Haufe.de" halten sechs von zehn Entscheidern ihre digitalen Kompetenzen für "stark" oder "sehr stark", obwohl in der Realität nur 26 Prozent der Befragten über entsprechende Fähigkeiten verfügen.

Der Marktforscher Crisp Research befragte für seine Studie 503 Business- und IT-Entscheider verschiedener Branchen und Unternehmensgrößen.

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