IT-Tools auf deutschen Schreibtischen

Noch steckt die Digitalisierung deutscher Schreibtische offenbar in den Kinderschuhen. Im Schnitt nutzen Büroangestellte in Deutschland etwa fünf verschiedene IT-Tools. Sieben Prozent hantieren in ihrem Arbeitsalltag allerdings sogar mit mehr als zehn digitalen Werkzeugen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Softwareherstellers Wrike hervor. Die IT-Tools, die zum Einsatz kommen, stammen allerdings vielfach noch aus Zeiten, als Digitalisierung noch kein Thema in der Arbeitswelt von Schreibtischtätern war.

Trotz Digitalisierung: Stift und Papier unter den Top-Tools

Das sind die meistgenutzten Werkzeuge zur Arbeitsorganisation in deutschen Büros:

  • E-Mails (75 Prozent)
  • Tabellen-Programme  (62 Prozent)
  • Handschriftliche Notizen (44 Prozent)
  • Konferenzsysteme (Audio, Video, Web) (28 Prozent)
  • ERP-Systeme (26 Prozent)
  • Instant Messaging-Dienste (26 Prozent)
  • Projektmanagement-Software (25 Prozent)
  • CRM-Software (24 Prozent)
  • Collaboration-Software (17 Prozent)

E-Mail: Fluch oder Segen im Arbeitsalltag?

E-Mails gehören zwar inzwischen zum Standard für deutsche Büroangestellte, doch nicht jeder hält sie auch für ein effizientes Tool. 40 Prozent der Befragten waren sogar der Meinung, E-Mails würden sie eher daran hindern, ihre Arbeit produktiv zu erledigen. Dennoch stehen Büroarbeiter dem Einzug der Digitalisierung in ihren Arbeitsalltag nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber: Knapp drei Viertel gehen davon aus, dass sowohl die Einführung und Nutzung digitaler Tools als auch die Digitalisierung im Allgemeinen positive Auswirkungen auf ihr Unternehmen haben wird. Trotz des nach wie vor verbreiteten Einsatzes von Stift und Papier, konnten 57 Prozent bereits eine Verbesserung bei der Bereitstellung und Weitergabe von Informationen feststellen.

Wenig Mitbestimmung über eingesetzte Tools

Mehr als die Hälfte der Befragten meint, dass es dank Digitalisierung einfacher geworden sei, auch abseits des Büroschreibtisches zu arbeiten, beispielsweise aus dem Home Office oder auf Reisen. Viele Angestellte sehen allerdings noch deutlichen Verbesserungsbedarf bei den Tools, die ihnen zur Verfügung stehen. Mehr als ein Fünftel wünscht sich bessere Werkzeuge, um die eigene Produktivität zu erhöhen. Eine Wahl, welche Tools im Arbeitsalltag zum Einsatz kommen, haben die wenigsten: 84 Prozent können nicht mitbestimmen, welche Werkzeuge genutzt werden. Welche Tools auf Rechner und Firmen-Smartphones zum Einsatz kommen, bestimmen IT (60 Prozent) oder der Vorgesetzte (24 Prozent).

Weiterführende Links: