Drohnen-Test: Australisches Start-up machte es möglich

Das australische Start-up Flirtey und die amerikanische NASA haben einen Meilenstein erreicht. In Virginia fand der erste von der US-Luftfahrbehörde Federal Aviation Administration (FAA) genehmigte Drohnen-Test für eine Auslieferung statt. Das Motto: Let’s Fly Wisely – Flieg vernünftig.

Insgesamt lieferten zwei Fluggeräte in der Stadt Wise im Bundesstaat Virginia Medikamente und andere medizinische Versorgungsgüter an eine freie Klinik aus. Der Drohnen-Test könnte zur Blaupause für ein neues Marktsegment werden: Oft liegen medizinische Einrichtungen in den USA so weit auseinander, dass eine lückenlose Versorgung problematisch ist.

Der Drohnen-Test ist ein enormer Erfolg für Flirtey. Vor allem weil die Firma solche Kolosse wie Google und Amazon mit jeweils eigenen Drohnen-Projekten ausgestochen hat.

Luftlieferung der Zukunft: Stau am Himmel oder harter Absturz

Vor allem der Klassenprimus im E-Commerce, Amazon, würde Pakete am liebsten bereits jetzt mit Drohnen ausliefern. In der Angelegenheit hat die US-Luftfahrbehörde FAA allerdings noch ein Wörtchen mitzureden: Seit 2014 liegt ein entsprechender Antrag vor, der noch geprüft wird.

Bisher ist es für Drohnen-Tests und die private Nutzung der Fluggeräte unbedingt nötig, sie innerhalb des Gesichtsfelds zu steuern. Ein Lieferdienst in der Luft hat also noch schlechte Karten.

Aber vielleicht nicht mehr lange. Der Drohnen-Test von Flirtey und der NASA ist ein erster Versuch der FAA, die Fluggeräte auch ohne Sichtkontakt fliegen zu lassen.

Weiterführende Links:

  • Eine Neu-Reglung für die Nutzung von Drohnen wird vermutlich nicht lange auf sich warten lassen, denn immer wieder behindern die privaten Fluggeräte Flugzeuge, Polizei und Feuerwehr, schildert die "Süddeutsche Zeitung".
  • Was Piloten von Drohnen bereits jetzt wissen sollten, hat die "WirtschaftsWoche" zusammengefasst.