Silizium statt Graphit verspricht größere Reichweite bei E-Autos

Norwegischen Wissenschaftlern vom Institute for Energy Technology (IFE) könnte der Durchbruch bei der Akku-Technologie gelungen sein. Durch diese Entwicklung sei es nach Angaben der Forscher möglich, die Batterielaufzeit bei E-Autos um das Drei- bis Fünffache zu verlängern. Damit wären Reichweiten von 1.000 Kilometern und mehr möglich.

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Die Forscher setzten bei ihren Experimenten weiter auf die gängigen Lithium-Ionen-Akkus, verwendeten für die negative Elektrode (Anode) aber Silizium anstelle von Graphit. Bisher machte es die mechanische Instabilität des Materials allerdings extrem schwierig, es für die Speichertechnologie zu nutzen. Der Einsatz von Nanopartikeln soll nun Abhilfe schaffen.

E-Autos nur in jedem zehnten deutschen Fuhrpark

Neben der nicht optimal ausgebauten Ladeinfrastruktur in Deutschland ist vor allem die bisher geringe Reichweite von Elektroautos ein Hauptgrund für deutsche Unternehmen, auf Firmenwagen mit der neuen Antriebstechnologie zu verzichten. Erst in jedem zehnten deutschen Fuhrpark findet sich aktuell ein Elektroauto, ergab eine Befragung des Fuhrparkunternehmens Arval aus dem vergangenen Jahr. 

Nicht nur E-Autos, auch Smartphones, Tablets und andere aufladbare Gegenstände wie medizinische Implantate könnten von der neuen Technik profitieren. Diese muss jedoch zunächst patentiert werden. Wann der Einsatz in der Praxis folgen könnte, ist noch ungewiss.