Industrie verbraucht weniger Energie

Im Vergleich zum Jahr 1990 ging der Energieverbrauch in der Industrie sowie im Handel- und Dienstleistungsbereich deutlich zurück. Vor allem der Neu- und Umbau von Kraftwerken sowie die Erhöhung der Wirkungsgrade wirkten sich positiv auf die Energieeffizienz aus. Dies belegt eine Untersuchung des Umweltbundesamtes.

Überraschenderweise konsumieren die privaten Haushalte und der Verkehr mehr Energie als vor 25 Jahren: Insgesamt stieg der Verbrauch von Kraftstoffen (plus fünf Prozent) und Strom (plus 13 Prozent) über alle Sektoren hinweg an. Das größte Einsparungspotenzial wurde im Bereich Wärme und Heizung (minus zwölf Prozent) erzielt.

Treibhausgase: Deutliche Reduktion

Gut für die Umwelt: Gewerbe, Handel und Dienstleistungen haben ihren Ausstoß von Treibhausgasen in den letzten 25 Jahren halbiert. Bessere Wärmedämmung und energiesparende Maschinen und Anlagen sind der Grund hierfür. Die Industrie senkte ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um ein Drittel. Dies ist vor allem auf den Rückgang der Braunkohle sowie der Modernisierung der Industrie in den neuen Bundesländern zurückzuführen. Allerdings bleibt die Industrie nach den Energieversorgern der zweitgrößte CO₂-Sünder.

Bei allem Fortschritt – bis zur Erreichung der internationalen Klimaziele ist es noch ein weiter Weg. Um die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, muss Deutschland bis zur Mitte dieses Jahrhunderts seine Emissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 senken.

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