Gutachten: Schnelle Investitionen in Digitalisierung

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat in ihrem aktuellen Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit an die künftige Bundesregierung appelliert, möglichst schnell in den Bereich der Digitalisierung zu investieren. Der Nachholbedarf sei groß, auch wenn bereits gute Ansätze zu erkennen seien. Vor allem an Schulen sei eine verstärkte digitale Bildung nötig, des Weiteren auch an Hochschulen, in der dualen Berufsausbildung und der Weiterbildung. Ansonsten drohten ein Fachkräftemangel sowie „digitale Analphabeten“.

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Startups sollten besser gefördert werden

Auch der Breitbandausbau müsse zügig voranschreiten. Derzeit sei dieser nicht wettbewerbsfähig. Werde dieses Problem nicht zeitnah angegangen, nehme die Innovationsfähigkeit Deutschlands kurz- und mittelfristig schaden, bemängelt die EFI. Zudem gebe es in Deutschland noch immer viel zu hohe Barrieren für Startups. Diese seien insbesondere für die Wertschöpfung der Grundlagenforschung von Bedeutung. Für eine erfolgreiche KI-Strategie sei eine verstärkte europäische Zusammenarbeit hilfreich, um mit der USA oder dem aufstrebenden China mithalten zu können.

Die Expertenkommission Forschung und Innovation, der sechs Wissenschaftler angehören, berät die Bundesregierung bereits seit 2007. Sie zeigt Handlungsfelder auf, um den Innovationsstandort Deutschland zu stärken.