Eye Tracking als Kommunikationsmittel für Kranke

Wer am Gefangensein-Syndrom leidet, ist zwar bei Bewusstsein, kann allerdings nicht sprechen und ist fast vollständig gelähmt. Forscher von der Universität San Diego wollen diesen Personen nun per Eye Tracking helfen, mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren. Dabei erkennt ein Blickregistrierungssystem, welchen Punkt auf einem Computerbildschirm der beeinträchtigte Nutzer fokussiert. So kann dieser via Blickkontakt eine Software bedienen und Nachrichten verfassen oder in sozialen Netzwerken navigieren. Auch spezielle Musikinstrumente und E-Book-Reader sollen sich mit dem Auge steuern lassen.

Eine 300.000-Dollar-Spende der Moxie-Stiftung soll die Wissenschaftler und Studenten bei der Realisierung ihrer Technologien unterstützen. Diese können damit ihre Kenntnisse über Spitzentechnologien anwenden, um benachteiligten Menschen zu helfen. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Eye Tracking: Eine Technologie für die Wirtschaft

Die Fortschritte beim Thema Eye Tracking sind allerdings auch für den Mittelstand relevant. Denn die Zukunftstechnologie lässt sich in mehreren Bereichen der Wirtschaft anwenden. Und das teilweise schon heute:

  • Marketingspezialisten analysieren mit Eye Tracking, welche Produkte Konsumenten im Schaufenster fixieren und als interessant einstufen.
  • Bedeutsam für die Automobilbranche: Wenn bei Autofahrern der Blick von der Fahrbahn abweicht, dann schlägt ein Sicherheitssystem im Fahrzeug Alarm – und rettet so Leben.
  • Eye Tracking in der Industrie 4.0: Fabrikarbeiter kommunizieren über Datenbrillen besser mit Maschinen und erteilen Befehle schneller.

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