Facebooks Ziel: Hundert Wörter pro Minute erfassen

Das soziale Netzwerk Facebook arbeitet daran, Gehirnströme auszuwerten und diese direkt in Text umzuwandeln. Ziel der Forschungsarbeit sei es, Nutzern zu ermöglichen, Nachrichten auf direktem Wege zu versenden, ohne das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Das erklärte Facebook-Managerin Regina Dugan auf der Entwicklerkonferenz F8 im kalifornischen San José.

Stolze sechzig Mitarbeiter sind in das Projekt involviert. In einigen Jahren sollen mit einer noch zu erfindenden Technologie bis zu hundert Wörter pro Minute erfasst und automatisch niedergeschrieben werden können. Das wäre etwa fünfmal schneller als die durchschnittliche Tippgeschwindigkeit auf einem Smartphone. Auf Gehirnimplantate, die derzeit für solche Hirnstrommessungen benutzt werden, will Facebook allerdings verzichten. Ziel sei es, empfindliche Sensoren zu entwickeln, die auf der Oberfläche des Kopfes die Gehirnaktivität überwachen.

Direkte Übersetzung in Fremdsprachen möglich

Auf diese Weise könnte auch eine automatische Übersetzung in alle denkbaren Sprachen erfolgen. Der Nutzer müsse nur an ein Objekt denken, der Computer schreibt das Wort dann in der gewünschten Sprache nieder.

Skeptiker will Facebook damit beruhigen, dass das System nicht alle Gedanken lesen kann. Nur solche, die an das Sprachzentrum weitergeleitet werden, würden verarbeitet.