Farbe aus Glas: Fassadenschutz und Klimaanlage in einem

Normalerweise zersetzt sich Farbe im Laufe der Zeit aufgrund der ultravioletten Lichteinstrahlung der Sonne. Infolgedessen sind Hauswände und Metalldächer nicht mehr vor Korrosion geschützt. Im Unterschied zu gewöhnlicher Farbe besteht Benkoskis Kreation aus rein anorganischen Materialien, sodass aggressives Licht ihr nichts anhaben kann. Darüber hinaus speichert die Glasfarbe keine Wärme. Häuser sind also davor geschützt, sich unnötig aufzuheizen. Der Nebeneffekt: Verbraucher können Energie sparen, da weniger Klimakälte benötigt wird. Benkoski fand außerdem heraus, dass die Farbe noch effektiver ist, wenn sie mit Pigmenten versetzt wird, die Wärmestrahlen reflektieren, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet.

Glasfarbe lässt noch auf sich warten

Bis die neue Farbe auf den Markt kommt, dauert es allerdings noch eine Weile. Vermutlich erst in zwei Jahren ist die Farbe aus Glas so weit entwickelt, dass sie getestet werden kann, wie Benkoski selbst sagt.

Ganz unproblematisch ist die Entwicklung nicht, denn Glas ist sehr spröde. Deshalb griff er alternativ zu Kaliumsilicat. also wasserlösliche Kristalle. Der Physiker von der Johns Hopkins University in Baltimore veränderte diese – wie genau steht unter Verschluss –, sodass sie sich zwar weiterhin in Wasser lösen lassen, aber noch weitere Eigenschaften annahmen. Das Endprodukt ist nach dem Trocknen resistent gegen Wasser und besitzt eine glasartige Struktur. Dennoch ist die Farbe nicht spröde, wie man es von Glas erwarten würde.

Die Glasfarbe könnte nicht nur für Normalverbraucher von Interesse sein: Da sie für Aluminiumoberflächen eine effektive Schutzschicht darstellt – das Metall ist dafür bekannt sich besonders schnell unter Sonneneinstrahlung zu erhitzen – könnten mit Benkosis Idee beispielsweise Kriegsschiffe geschützt werden. Gespräche über deratige Verwendungszwecke laufen bereits.

Weiterführende Links:

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