Sie wissen, wie wichtig Ihr Smartphone für Sie ist. Nun stellen Sie es sich einmal in einem völlig anderen Format vor. Als T-Shirt zum Beispiel, das unsere gewohnten Geräte ersetzen kann. Vor dreißig Jahren hat Captain Kirk mit seiner Armbanduhr gesprochen. Und allmählich kommen die Dinge ins Rollen:

Telekommunikation wird in Mode gewebt


Bislang war Mode von Stoffen, Schnitten, Marken und Verarbeitung geprägt. Dabei war sie schon immer eine Möglichkeit zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Es ging also bei Mode schon immer um Kommunikation. Die Technologie verleiht der Mode jetzt eine neue Dimension: Telekommunikation und Datenaustausch. Es gibt kein Naturgesetz, das besagt, dass Telekommunikation nur mit Smartphones möglich ist. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Smartphone ist eine großartige Erfindung – wie seinerzeit das Telefon mit Wählscheibe. Eines Tages können unsere Enkel beides im Museum bestaunen.

Telekommunikation wird zunehmend und folgerichtig ein Funktionsmerkmal von Kleidung. Unzählige computergestützte Dienste sind heute schon mobil verfügbar und sind dank der Smartphones enger an den Körper gerückt. Und diese Entwicklung setzt sich mit Virtual-Reality-Brillen, intelligenten Kopfhörern, Armbändern und Ringen fort – sogar Chip-Implantate gehören dazu oder Schals, die ihre Farbe ändern.

Design, das das Leben vereinfacht


Für uns ist das eine riesige Chance, unsere Kunden mit neuen Produkten zu begeistern. Produkte, die komplett aus Sicht des Kunden entwickelt werden. Wir reden hier nicht über blinkende LED-Kleider für den Laufsteg. Es geht um relevante, funktionale, nachhaltige und begehrte Smart Fashion und Services, die das Leben der Menschen auf Dauer verbessern. Natürlich können und sollen diese Kleidungsstücke und Accessoires auch schick und modisch aussehen.

Kleidung aus dem 3-D-Drucker und neue Einzelhandelskonzepte


Neue Technologien wie Augmented Reality und 3D-Druck beteiligen den Kunden viel stärker an der Entstehung der eigenen Fashion-Artikel. Man trägt virtuelle Mode, die es noch gar nicht gibt, oder druckt einen selbst entworfenen Schuh. Das wird enorme Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben. Der Handel wird am stärksten vom 3D-Druck betroffen sein. Diese Technologie wird nicht nur unsere Produktionsprozesse auf den Kopf stellen, sondern auch die Lieferketten, Unternehmensstrukturen und das Konsumverhalten von Grund auf verändern. Auch die Ladengeschäfte stehen damit vor einer völlig neuen Situation. Läden werden digitaler – ausgestattet mit 3D-Druckern, 3D-Scannern und sogar digitalen Spiegeln, die den Kunden die Produkte erleben lassen, ganz ohne Lagerbestände oder Präsentationsständer vorhalten zu müssen. Rein mobile Shops werden möglich – Geschäfte, die es abhängig von der Nachfrage an einem bestimmten Standort nur vorübergehend für wenige Stunden oder Wochen gibt.

Woher weiß ich, dass ein Kleidungsstück mir auch passt?


Die Zeit für das Entwerfen des Designs ist und bleibt einer der wichtigsten Schritte im Produktentstehungsprozess. Das heißt aber nicht, dass sich die Vorstellung von Design nicht verändern wird. Wenn Design nach dem Open-Source-Prinzip möglich wird, kann der Kunde sogar am Entstehungsprozess teilnehmen und Produkte passgenau auf seine persönlichen Bedürfnisse zuschneiden. Das Kundenerlebnis wird wichtiger denn je. Mit unserem Projekt Fashion Fusion bringen wir wichtige Akteure und vielversprechende Talente zusammen. In diesem internationalen Wettbewerb konzentrieren wir uns nicht nur auf intelligente, vernetzte Accessoires und Bekleidung, sondern wir wollen auch Dienstleistungen bieten und Antworten auf Fragen wie: Woher weiss ich, ob mir dieses Kleidungsstück passt? Bei diesem Projekt haben junge Talente die einmalige Möglichkeit, ihre visionären Konzepte für High-Tech-Outfit, Wearables und digitale Lifestyle-Produkte mit der Unterstützung von Experten aus der Industrie, der Modewelt und der Startup-Szene zu verwirklichen und auf den Markt zu bringen.

Deutsche Telekom startet internationalen Ideenwettbewerb für Smart Fashion

Dazu schreibt die Telekom im Schulterschluss mit renommierten Partnern die "Fashion Fusion Challenge" aus: Im Rahmen des internationalen Ideenwettbewerbs erhalten junge Talente aus Europa die einmalige Chance, mit Hilfe von Experten aus Industrie, Fashion-Branche und Startup-Szene ihre visionären Konzepte für Hightech-Kleidung, Wearables oder digitale Lifestyleprodukte zu verwirklichen und marktfähig zu machen.

Partnering ist ein Kernthema der Deutschen Telekom. Für die Realisierung der Innovationsinitiative hat der Konzern exzellente Partner gewonnen: Der weltweit agierende Technologieanbieter Intel sowie das Innovations-Magazin WIRED Germany unterstützen "Fashion Fusion" mit Knowhow, Materialien und tatkräftigem Einsatz. Durch die Teilnahme von Dirk Schönberger in der Jury von Fashion Fusion bringt die globale Sportmarke Adidas Fashion-Expertise in das Projekt ein. Als internationaler Experte und Innovationsführer der Modebranche bietet PREMIUM mit #FASHIONTECH darüber hinaus den professionellen Rahmen für die Präsentation von Fashion Fusion.

Schirmherrin von Fashion Fusion ist Claudia Nemat, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und verantwortlich für den Geschäftsbereich Europa und Technik. Für sie ist die Initiative Bestandteil der langfristigen Innovationsstrategie:

"Das nächste große Thema in der Mode sind Accessoires und Kleidung, die smart und vernetzt sind."

Claudia NematVorstandsmitglied Deutsche Telekom AG, Europa und Technik
Claudia Nemat Claudia Nemat (© 2016 Deutsche Telekom)

"Starke Partnerschaften sind für die Deutsche Telekom sehr wichtig. Was heute noch visionäre Konzepte sind, wird schon morgen in den Kleiderschränken der Menschen hängen. Es ist uns daher sehr wichtig, Entwicklungspartner für innovative und vernetzte Produkte und Services zu sein. Mit Fashion Fusion bringen wir wichtige Player und vielversprechende Talente aus Europa zusammen und bieten ihnen die Möglichkeit, ihre Ideen zu verwirklichen."

Die Bewerbungsphase

Die Bewerbungsphase für den Wettbewerb läuft ab sofort. Bis 1. August 2016 können Studenten, Berufseinsteiger und Startups aus den Bereichen Mode, Design und Technologie ihre Konzepte in drei Kategorien einreichen:

  • Connected Devices & Accessories
  • Digitally Enhanced Fashion
  • Smart Services

Eine Jury aus namhaften Vertretern der Industrie wie Anita Tillmann (Premium Exhibition), Dirk Schönberger (Adidas), Christin Eisenschmid (Intel DE), Gesche Joost (Botschafterin des digitalen Wandels) oder Nikolaus Röttger (Chefredakteur WIRED Germany) wählt die besten Ideen aus. Die Entwicklung relevanter, funktionaler, nachhaltiger sowie vor allem intelligenter Mode mit Mehrwert steht dabei im Fokus.

"Das können intelligente Uhren sein, Handtaschen mit solarbetriebener Ladefunktion. Sportkleidung, die durch Material- oder Produktrecycling smart und nachhaltig ist oder Jacken, die im Winter auf eine bessere Wärmedämmung umschalten. Fashion Fusion fördert visionäre Ideen und Konzepte, die langfristig das Potenzial haben, sich auf dem Markt zu etablieren," erklärt Smart Fashion-Produzentin Lisa Lang, die als Kuratorin das Wettbewerbskonzept mit auf die Beine gestellt hat und begleitet.

Das Fashion Fusion Lab

Herzstück der Challenge ist das Fashion Fusion Lab: ein dreimonatiger Workshop, bei dem bis zu zehn ausgewählte Teams an der Weiterentwicklung ihrer modischen Must-Haves arbeiten. Gemeinsam mit Experten aus der Industrie und Spezialisten aus den Bereichen innovative Mode und Technologie produzieren sie von Mitte September bis Mitte Dezember qualitativ hochwertige Prototypen ihrer Konzepte. Die Teilnehmer können im Lab auf wichtiges Expertenwissen zurückgreifen und bekommen eine Unterkunft sowie alle notwendigen Arbeitsmaterialien gestellt, um ihre Ideen zum Leben zu erwecken. Unterstützt wird das Lab als offene Innovationsplattform vom Telekom-Inkubator hub:raum.

Krönender Abschluss der ersten Fashion Fusion Challenge ist die Präsentation der Prototypen auf der #FASHIONTECH im Rahmen der Berlin Fashion Week im Januar 2017. Das beste Team erhält darüber hinaus ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro und die Chance, seine Kreation gemeinsam mit der Deutschen Telekom und ihren Partnern bis zur Marktreife weiter zu entwickeln. Für das Projekt ist eine Laufzeit auch in den kommenden Jahren geplant. Das Fashion Fusion Lab könnte dann in einer anderen europäischen Metropole seine Werkstätten, Coworking Spaces und Workshop-Räume öffnen.

Weiterführende Links zum Thema

Netzgeschichten: Was macht Mode smart?

Informationen zum Ideenwettbewerb Fashion Fusion

Hub:raum , der Inkubator der Deutschen Telekom für Startups

Blog Telekom: Smart Fashion: Telekom macht Kleidung intelligent