Nachholbedarf bei Forschung und Entwicklung: Mittelstand braucht Innovationen

Hiesige kleine und mittelständische Unternehmen investieren vergleichsweise wenig in Forschung und Entwicklung (FuE). Laut einer Studie des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) fließen nur 0,31 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in entsprechende Innovationsprojekte.

Im Vergleich dazu geben Österreich, die Schweiz, Dänemark, Finnland und Südkorea jeweils das Dreifache aus. Der deutsche Mittelstand hat nur einen Anteil von rund 16 Prozent an den weltweiten Ausgaben für FuE, beispielsweise liegt in Schweden der Wert bei 27 Prozent. Acatech-Präsident Henning Kagermann sagt dazu:

"Man darf aus dem hohen Anteil an mittelständischen Weltmarktführern aus Deutschland nicht schließen, dass die kleinen und mittelständischen Firmen insgesamt innovativer sind als in anderen Ländern."

Und ergänzt:

"Hidden Champions in Nischenmärkten wachsen selten zu Weltkonzernen, weil ihr Marktsegment enge Grenzen setzt."

Probleme mit der Förderung: Eine Ursache für fehlende Investitionen

Im kollektiven Verständnis gehören die Begriffe Innovation und deutscher Mittelstand eigentlich zusammen. Wieso stellen die Macher der Studie also ein solch schlechtes Zeugnis aus?

Weil eine entsprechende staatliche Förderung meist ins Leere läuft. Denn oftmals gibt es überhaupt keine Abteilungen für Forschung und Entwicklung im Mittelstand. Deshalb fordert Kagermann:

"Der Zugang zu solchen Förderprogrammen muss einfacher werden. Zu viele Firmen fallen durch das Eingangsraster."

Weiterführende Links: