Fitness Tracker: Motivator oder Totalüberwacher?

Die Funktionsweise der kleinen digitalen Helfer ist simpel: Sie registrieren, wie viel sich der Armbandträger im Laufe des Tages bewegt – darunter fallen nicht nur sportliche Betätigungen, sondern alltägliche Bewegungen wie etwa der Gang zur Kaffeemaschine – und spornen gegebenenfalls zu mehr Bewegung an. Die gemessenen Daten können üblicherweise auf ein Smartphone übertragen und in der Cloud gespeichert sowie ausgewertet werden. Nicht jeder Verbraucher ist jedoch von der elektronischen Fitnesshilfe überzeugt: Zu groß sei die Sorge vor Totalüberwachung und Datenmissbrauch.

Wearables erobern den Markt

Derzeit scheint die Neugierde auf den smarten Fitnessmotivator jedoch zu überwiegen, denn der Markt rund um die tragbare Gesundheitselektronik wächst und wächst. Zuversichtlich zeigt sich Hans Joachim Kamp, Chef des IFA-Ausrichters gfu:

"Fitness Tracker sind mehr als eine Nische. Aber inzwischen gibt es viele mobile Fitness- und Gesundheitslösungen, die vom Konsumenten angenommen werden und die ihn bei der Nutzung begeistern. Wir erwarten, dass im Bereich Wearables 1,6 Millionen Geräte verkauft werden."

Industrie und Versicherungen kommen diese Entwicklungen entgegen. Sie wittern nämlich eine Chance, die Gesundheitskosten durch Fitness Tracker präventiv zu dämpfen. Nach dem Motto: Je besser die Arbeitnehmer mithilfe der digitalen Hilfen auf ihre Gesundheit achten, desto weniger Fehltage und Gesundheitskosten kommen auf.

Derzeit kosten die smarten Geräte zwischen 80 und 300 Euro.

Weiterführende Links: