Fliegende Autos vom Fahrdienstvermittler

Bislang war es nur eine Idee, jetzt wird es offenbar zum Plan: Uber will fliegende Autos bauen. Den Anspruch, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, unterstreicht eine interessante Personalie. Der Fahrdienst-App-Anbieter hat sich die Dienste von Mark Moore gesichert. Der Mann war NASA-Experte und kennt sich mit dem Thema Luft-Taxi aus, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. So hat er ein Projektpapier über fliegende Autos vorgelegt.

Senkrecht rauf und runter

Das war zwar schon vor sechs Jahren, doch ist sein Inhalt offenbar immer noch aktuell. In erster Linie geht es darin um vertikal startende und landende Flugzeuge beziehungsweise Fahrzeuge. Das Konzept dahinter heißt Vertical Takeoff and Landing (VTOL). Bei Uber läuft das Projekt in der Division Uber Elevate, deren Director of Engineering (Direktor für Luftfahrt-Technik) Moore wird.

Die NASA hat sich bereits mit der Idee vom Luft-Taxi beschäftigt. Das war 2015. Ein Jahr später wurde Uber Elevate gegründet. Und nicht nur der Fahrdienstvermittler und Taxi-Konkurrent findet fliegende Autos interessant. Auch der Google-Mitbegründer Larry Page beschäftigt sich damit.

Vertiports statt Airports

Zu Moores VTOL-Vision gehören kleine Senkrechtstarter mit emissionsfreien und leisen Elektromotoren. Sie sollen Passagiere über mittelgroße Distanzen in 15-minütigen Flügen zwischen "Vertiports" transportieren. Das sind spezielle Flugdecks auf Dächern von Parkhäusern oder an Verkehrsadern. Mit einem maximalen Tempo von rund 240 Kilometern pro Stunde schafft ein Luft-Taxi angeblich Strecken von bis zu 160 Kilometern. Und das, so das Ziel, autonom.

Uber betreibt Grundlagenforschung

Wann die fliegenden Autos tatsächlich abheben, ist noch nicht klar. Erste Exemplare will Moore in etwa drei Jahren vorstellen. Dennoch: Die Luft-Taxis möchte Uber nicht selbst herstellen. Vielmehr geht es dem Unternehmen und seinem Gründer Travis Kalanick darum, die Entwicklung anzuschieben und technische Probleme zu lösen.

Weiterführende Links:

  • Travis Kalanick wirft hin und will nicht mehr Trump-Berater sein. Grund: Die Einreisepolitik des US-Präsidenten.
  • Uber und Daimler arbeiten für autonomes Fahren zusammen. Wer per App ein Auto beim US-Fahrdienstvermittler ordert, fährt künftig mit Wagen von Mercedes-Benz.