Roboter sollen sich fürchten können

Roboter sollen künftig in kritischen Situationen schnell und angemessen reagieren. Die gerade beendete RoboCup-Weltmeisterschaft in Japan habe gezeigt, dass Roboter noch nicht in Echtzeit auf die Spielweise des Gegners eingehen können und auf spontan eintretende Situationen keine passende Antwort parat haben, meint Caroline Rizzi, Informatikerin der University of Kent.

Mit dem von ihr vorgestellten „Situation-Aware Fear Learning Model“ will sie Robotern das Fürchten lehren – denn diese Fähigkeit trage dazu bei, sich an unbekannte Umgebungen anzupassen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Dazu modelliert Rizzi das Zusammenspiel verschiedener Bereiche des menschlichen Gehirns mathematisch und versucht, dieses auf die Roboter zu übertragen.

Zusammenspiel zwischen Mensch und Roboter verbessern

Wie „heise.de“ berichtet, habe die Grundlagenforschung in diese Richtung bereits 2011 begonnen, als ein Erdbeben das Kernkraftwerk bei Fukushima zerstört hatte. Roboter seien mit dieser Situation überfordert und keine Hilfe gewesen. Künstliche Intelligenz in Robotern reiche in solchen Krisen nicht aus. Wichtiger sei das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine, damit Roboter eines Tages Leben retten können, erörtert Hajime Asama von der Universität Tokio.