Langzeitprojekt Galileo-Navigation

Europa will jetzt selbst wissen, wo's langgeht. Der Wunsch nach einer Alternative für das US-amerikanische GPS-System besteht schon lange. Seit 13 Jahren arbeiten die EU und die Europäische Weltraumorganisation ESA an dem Projekt. Jetzt ist es in Betrieb. Jedenfalls teilweise, denn noch nicht alle Funktionen stehen derzeit bereit. Ebenso wenig umkreisen alle geplanten Navigationssatelliten den Globus. Momentan sind 18 von 30 im Orbit. Bis die Mannschaft komplett ist, werden voraussichtlich noch drei Jahre vergehen.

Zum kostenlosen Leistungsumfang gehören unter anderem:

  • mobile Positionsbestimmung, die viermal genauer als beim GPS-System sein soll
  • Such- und Rettungsdienst für Hilferufe
  • verschlüsseltes System für Polizei und Feuerwehr

Präzise Daten für die Wirtschaft

Die Galileo-Navigation basiert auf extrem genauen Zeitsignalen, die die Satelliten aussenden. Daraus wird dann die Position berechnet. Das ist etwa für die Steuerung von autonom fahrenden Autos sehr wichtig. Allerdings geht es nicht nur um Navigation an sich. Die Daten sollen beispielsweise zur präzisen Synchronisierung von Finanztransaktionen und zur Steuerung von Industrieprozessen genutzt werden. Geplant ist auch der Einsatz in den Bereichen Energie und Telekommunikation. Dank der Galileo-Navigation soll der Flugverkehr sicherer werden und ein Anti-Kollisionssystem für Züge kommen.

Auch wenn der Konkurrent für das GPS-System jetzt seine Arbeit aufgenommen hat, so ist er aktuell nur zeitweise in Betrieb. Zudem gibt es praktisch kein Smartphone, das seine Signale versteht. Die entsprechende Empfangselektronik wird erst nach und nach angeboten. Das gilt ebenso für Navigationsgeräte. Immerhin: Einige Wearables, zum Beispiel von Garmin, können mit den Galileo-Daten schon arbeiten.

Weiterführende Links:

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