Die galvanische Zelle neu gedacht

Eine galvanische Zelle wandelt chemische in elektrische Energie um. Dieses bekannte Prinzip haben sich die philippinische Ingenieurin Aisa Mijeno und ihr Bruder Raphael zunutze gemacht und eine neuartige LED-Lampe entwickelt. Diese bezieht ihre Energie allein aus einem Glas Wasser und zwei Esslöffeln Salz.

Ihre neu gedachte und gemachte galvanische Zelle haben die beiden SALt genannt. Der Name steht ...

  • zum einen für den englischen Begriff für Salz und
  • zum anderen für die Abkürzung für Sustainable Alternative Lightning – was zu deutsch so viel wie nachhaltige alternative Beleuchtung bedeutet.

LED-Lampe kann auch zum Laden von Smartphones genutzt werden

Denn vordergründig haben die Mijenos die LED-Lampe als sichere Ausweichmöglichkeit zu Kerosin- und Batterielampen entwickelt. Primäre Einsatzorte: Häufig von Wirbelstürmen und Erdbeben heimgesuchte Gebiete, in denen die Stromversorgung unzuverlässig ist. Der Plan: Zunächst verteilen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Stiftungen die Lampen. Erst danach sollen sie im Handel auch für private Käufer erhältlich sein.

Eine nachhaltige Lösung: Nach Angaben der Erfinder spendet die LED-Lampe mit einer Salzwasserfüllung bis zu acht Stunden Licht. Bei täglicher Nutzung soll die galvanische Zelle bis zu sechs Monate durchhalten. Und dafür müssen die Nutzer noch nicht einmal Leitungswasser und Salz im Haus haben – denn auch mit Meerwasser kann die Lampe betrieben werden.

Besonders praktisch: Neben Licht spendet die Lampe auch Energie für externe Geräte. Über einen USB-Anschluss lädt sie zum Beispiel Smartphones auf – gerade in Krisenregionen ein wichtiges Feature.

Weiterführende Links:

  • Im Online-Magazin "AsianScientist" stellt sich die Erfinderin der LED-Lampe, Aisa Mijeno, vor.
  • Wie eine galvanische Zelle funktioniert, erfahren Sie auf "chemie.de".
  • Handy-Strom aus Sonnenlicht: Eine pfiffige Solar-Steckdose lädt kleine Geräte umweltfreundlich auf.