RFID soll Geldsystem sicherer machen

Das deutsch-österreichische Unternehmen EDAQS will alle Banknoten mit verschlüsselten RFID-Funkchips bestücken. Dadurch könnten Behörden jederzeit nachvollziehen, wo sich die Geldscheine befinden. Ein- und Auszahlungen könnten an Terminals in Geschäften und Banken registriert und so geortet werden. Der Vorteil: Überfallen Räuber beispielsweise eine Bank, dann kann das DICE genannte Geldsystem die Banknoten ferngesteuert entwerten. Die Beute der Verbrecher wäre somit wertlos.

EDAQS will mit RFID die Welt zu einem sichereren Ort machen und erhofft sich Fortschritte im Kampf ...

  • gegen die Finanzierung des internationalen Terrorismus,
  • gegen die Drogenkartelle und
  • gegen die Kleinkriminalität.

Geldscheine mit Funkchip: Jetzt ist die Politik am Zug

Die flächendeckende Einführung des neuen Geldsystems liegt nun in den Händen der Politik. Und die zeigt sich durchaus aufgeschlossen: Wie das Wirtschaftsmagazin Trend berichtet, befindet sich die russische Zentralbank bereits in Gesprächen mit dem Unternehmen. Auch Australien hat Interesse an der Technologie signalisiert.

DICE zeigt, wie vielfältig sich RFID einsetzen lässt. In der Logistik und in der Automobilbranche gehört das Identifizieren und Lokalisieren von Objekten anhand von Radiowellen längst zum Alltag. Doch auch andere Branchen, wie die Modeindustrie setzen verstärkt auf die berührungslose Funktechnik.

Weiterführende Links:

  • Weitere Informationen zum innovativen Geldsystem erhalten Sie hier.
  • Wie DICE im Falle eines Banküberfalls funktionieren würde, erläutert diese Grafik.
  • Wie ein Roboter selbstständig Paletten erklimmt und mit RFID-Etiketten versieht, lesen Sie auf mittelstand DIE MACHER.